„Die Partei“ für Arschkriecher

Foto: O24

 

Das ist noch eines der harmlosesten Plakate von „Die Partei“, die sich für so besonders witzig hält. Eigentlich hat Parteigründer Martin Sonneborn vom nicht wirklichen lustigen „Satire“-Magazin „Titanic“ genau das gemacht, was gute Satire soll: Die Mächtigen kritisieren und der Lächerlichkeit preisgeben. Mit dem Einzug in das EU-Parlament ist dieser Schachzug geglückt. Es ist also möglich, ohne jedes Programm, ohne jeden politischen Gestaltungswillen ein hoch dotiertes Mandat zu erringen, weil es Leute gibt, die ihre Stimme für Nonsensparolen hergeben. Damit ist das politische System entlarvt, aber natürlich hat sich nichts geändert. Nach wie vor ist „Die Partei“ zu Wahlen zugelassen. Sie dient dem Establishment, denn das Geschäftsfeld „Gossenwitze und Stammtischparolen über Rechte“ kommt gut bei den Systemparteien und linken Medien an. Vielleicht reicht es auch dieses Mal wieder für ein oder gar zwei Mandate auf Steuerzahlerkosten. Es gibt genug Dumme, die glauben, mit einer Stimme für die Quatschtruppe, dem „System“ eine Absage zu erteilen und sich selbst damit zum Arschkriecher degradieren. Deutschland 2019: ein Irrenhaus!