Der geklaute Winnetou

Muss man über jedes Stöckchen springen, das die woke Mischpoke ins Sommerloch wirft? Der Winnetou, für den sich gerade alle ins Zeug legen, hat nichts mit seiner literarischen Vorlage zu tun. Seit 1963 darf sich jeder mehr oder weniger am Werk von Karl May bedienen, denn in diesem Jahr ist der Urheberrechtsschutz abgelaufen.

Schon die naiven Verfilmungen der Sechziger Jahre wichen erheblich von der Vorlage ab, doch der unvergessene Pierre Brice glich mit seiner Interpretation des Winnetou-Charakters sämtliche Schwächen mehr als aus. Die Musik, Lex Barker als Old Shatterhand, Jugoslawien und erstklassige Nebendarsteller machten die Sache rund. Bis Winnetou dann gemäß der Vorlage auch im Kino sterben musste. Das Publikum war entsetzt. Die Jugendzeitschrift Bravo machte mobil, es gab organisierte Protestmärsche, Filmproduzent Wendland erhielt Morddrohungen. Dann durfte Winnetou – ebenfalls gemäß der Vorlage – noch für weitere Abenteuer wieder auf seinen Rappen steigen. Nach elf Filmen war der Zauber endgültig verflogen. Die ersten Streifen haben das gewisse Etwas, auch wenn die Perücken schief sitzen und Pistolen und Gewehre irgendwie anders als in US-Western knallen. Mit der Routine verflog der Sinn für das Märchenhafte der Geschichten. Auch spätere Verwurstungen als Serie und ZDF-Fernsehfilme (Winnetous Rückkehr) jeweils mit Pierre Brice konnten den Charme der Constantin-Filme nicht mehr erreichen. Der einzig legitime Film-Winnetou ist und bleibt für alle Zeiten der jugendliche Pierre Brice aus den Sechzigern. Ein unsäglicher Griff ins Klo war vor einigen Jahren die RTL-Adaption, die mehr an Karl Marx statt an May erinnerte.

Und nun hat irgendwer nicht genügend eigene Kreativität für ein Kinderbuch aufgebracht und sich an Karl Mays Charakter bedient. Das Buch ist wegen „Aneignung“ aus dem Verlagsprogramm gekickt worden. Wohlgemerkt, wegen kultureller Aneignung. Im Kino läuft der Abklatsch noch, doch geredet wird über Rassismus, BokoHaram und sonstigem Schmarrn, Dass man sich nicht an der Kunst eines anderen derart schadlos hält, ist kein Thema. Wäre es aber – in einer Wertegemeinschaft.

P.S.: Um Winnetou als Markennamen wurden schon etliche Prozesse geführt. Näheres dazu findet sich auf lto.


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3 Kommentare

  1. Der linksgrün-versiffte „Winnetou“-WAHNSINN hat ja schon damit angefangen, dass im Karneval/Fasching Kindern das Tragen von Indianerkostümen „wegen Rassismus“ verboten wurde.

    Soviel – gegen Kinder gerichtete (!!!) – menschenverachtende BÖSARTIGKEIT ist nur in diesem Land möglich, und weil nicht gerade wenige Bürger diesen ekelhaften Schwachsinn der grünlackierten Stalinisten auch noch mitmachen, und, depperten Sklaven gleich, einfach hinnehmen.

    Diesem linksgrün-globalistischen Zerstörungsfuror muss ein Ende gemacht werden, so schnell wie irgend möglich und – wenn es sein muss – mit allen Mitteln.

  2. Die ewige Wiederholung, dass die Deutschen angeblich besonders blöd und untertänig wären, macht es auch nicht besser und stimmt auch nicht !

    Ich erinnere mich, dass es einen von den Medien hochgeschriebenen „Skandal“ gab, als ein Foto des kanadische Ministerpräsidenten Trudeau auftauchte, auf dem er bei einer jahrelang zurückliegenden Studentenparty im N…. oder Orientalen-Kostüm figurierte mit geschwärztem Gesicht.
    Das galt dann als angeblich fürchterliches „Blackfacing“ und „Rassismus“, wofür er sich schuldbewusst an die Brust schlagen und öffentlich bereuen musste …

    Die Kanadier, Engländer, Italiener, Australier, Israelis usw. wurden mindestens so schlimm der multimedialen Gehirnwäsche ausgesetzt und mit C-Schikanen gepeinigt wie die Deutschen und konnten letztlich genau so viel oder so wenig dagegen und gegen ihre korrupten ReGIERungen machen.

    Auch in Deutschland gab und gibt es massenhaften Widerstand, den sollten sie unterstützen, anstelle Diffamierung der Deutschen !

  3. Wer sich „unwohl fühlt“ beim Anblick von Dreadlocks bei „Weissen“ oder der Erwähnung des Begriffs Indianer oder sonstigem angeblichen „Rassismus“, sieht sich derzeit automatisch im Recht.
    Was ist eigentlich, wenn ICH mich unwohl fühle, bei diesem komplett schwachsinnigen und bösartigen „Cancel Culture“- und Zensur-Terror ?
    Ich fühle mich äusserst unwohl, wenn ich über die zunehmend faschistoide Politik nachdenke. Interessiert das jemand ?

    Diese angebliche Empörung über angeblichen „Rassismus“ oder sonstige Verstösse gegen „PC“ ist eine arrangierte, inszenierte, künstlich zum Skandal aufgebauschte Pseudorealität, die als Druckmittel zur Meinungseinschränkung dient. Eine Erziehungsmaßnahme des Irrsinns von Meinungsfaschisten ohne Argumente.

    Ich will meinen edlen Indianerhäuptling Winnetou, meinen Pippi Langstrumpf Negerkönig, meinen Gasthof zum Mohren und meinen schwarzen Jim Knopf im Original und unzensiert behalten !
    Zensur ist schandbar, ein Zeichen von totalitären Regimen und gegen das deutsche Grundgesetz !
    Wehrt EUCH !

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