Annalena, Du bist meine Königin der ukrainischen Herzen

Liebe Annalena,am 31.08.2022 hast Du bei einer Podiumsdiskussion auf dem „Forum 2000“ in Prag Dein großherziges Versprechen, an der Seite der Ukrainer zu stehen, nochmals bekräftigt. Annalena, für mich bist Du bist wahrlich eine Königin ukrainischer Herzen. Ich wurde regelrecht vor Mitgefühl mit den Ukrainern überwältigt und konnte endich wieder einmal meinen Tränen ob der schlimmen Welt, in der wir leben, freien Lauf lassen. Zugleich war ich zutiefst ergriffen von Deiner Standhaftigkeit gegenüber den egoistischen, deutschen Wählern und Deiner unverbrüchlichen Loyalität zur Ukraine. Gott sei Dank gibt es noch Menschen wie Dich! Du hast uns als leuchtendes Vorbild erneut gezeigt, dass wir eine Menschheitsfamilie sind. Eine Familie, in der es keine Rassen, keine Hautfarben und keine Grenzen gibt.

Und erst Dein Englisch, Annalena. Aussprache und Wortschatz übertrafen meine kühnsten Erwartungen und sind nicht im Geringsten mit Deinem deutschen Gestammel zu vergleichen. Man sieht und hört, dass Du die harte Kaderschule der „Young Global Leaders“ des WEF in englischer Glattzüngigkeit (und eben nicht in der Nazisprache „deutsch“) erfolgreich durchlaufen hast.

Nun zu Deiner Aussage, die ich als Beitrag zum Weltfrieden kostenlos übersetzt habe:

Wir stehen der Ukraine bei, solange sie uns braucht. Denn darin sind wir uns alle einig. Zudem bedarf eine solche Aussage keines Beifalls, denn so etwas ist schlicht selbstverständlich, wenn man an den Rechtsstaat und die Freiheit in der Welt glaubt. Ich würde nun gern eine kontroverse Ansicht einbringen. Ich habe Ihrer Rede zugehört, die ich wirklich zu würdigen weiß. Dennoch würde ich einer Ihrer Aussagen widersprechen: Sie meinten, dass man die Aussicht, dass der Krieg sich weiter in die Länge ziehen könnte, nicht weiter diskutieren solle. Denn wenn ich als Politiker ein Versprechen gäbe, könnte es passieren, dass die Menschen in einer Demokratie, in der wir zum Glück leben, meine Meinung nicht teilen würden. Die Menschen würden dann in vier Jahren sagen: „Sie haben uns letztlich doch nicht die Wahrheit gesagt.“

Wenn ich also den Menschen in der Ukraine verspreche, „Wir stehen Euch bei, solange Ihr uns braucht“, dann will ich das Versprechen auch erfüllen – ganz gleich, was meine deutschen Wähler denken. Ich will mein Versprechen, das ich den Menschen in der Ukraine gegeben habe, erfüllen. Und deshalb ist es für mich wichtig, dies sehr deutlich und klar zu zeigen. Ich muss bei jeder Maßnahme, die ich ergreife, deutlich machen, dass diese solange in Kraft bleibt, wie die Ukraine mich braucht.“ (Fettdruck von Maria Schneider)

Bravo, Annalena. Ich sehe das bis aufs I-Tüpfelchen anz genauso. Kümmere Dich nicht um die deutschen Wähler. Denk lieber an die armen Frauen und Kinder in der Ukraine und an Deine Wunderwaffen, die automatisch an Zivilisten vorbeizielen. Denk an den Topf am Ende Eures Regenbogens. Dort grast ein Einhorn und der Topf bordet über vor Goldtalern aus dem Waffen- und Gashandel. Ist das nicht ein schönes Bild? Und das Beste: Nur gute Menschen wie Du und Grüne vermögen diesen Topf zu finden. Alle anderen – Steuerzahler, Rechte, Querdenker, Duschende und Heizende – werden vom zornigen Einhorn aufgespießt, wenn sie sich dem Topf nähern.

Es ist alles unter Kontrolle

Annalena, ich bewundere Dich und Deine Konsorten. Ihr seid wahrlich Streiter für die Gerechtigkeit auf dieser Welt. Ihr mögt schusselig wirken. Viele verfügen über gar keinen Abschluss und haben noch nie mit ihrer Hände Arbeit Geld verdient. Manche leiden unter kleinen Sprachfehlern, so wie Du. Aber dennoch haben sie ihren Weg gemacht. Ihr kriegt das hin, das weiß ich. Ihr habt – entgegen der landläufigen Meinung – alles unter Kontrolle. Das kann ich selbst bezeugen.

Wir Selbstständigen bluten gern für Euch und die Ukraine

Als Selbstständige habe ich von Euch netterweise direkt nach Beginn der Corona-Plandemie ohne Umstände 9000,00 Euro Soforthilfe auf mein Konto bekommen. Vielen Dank dafür! Vor ein paar Monaten musste ich nun haarklein all meine Umsätze angeben und bekam postwendend den Bescheid über meinen „Rückzahlungsbedarf“ der gesamten Summe. Ja, das hat schon so seine Richitgkeit. Mir ist mir ein Anliegen, ein echter „Bedarf“, Euch dieses Geld wiederzugeben. Denn schließlich ging es erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 und in den Folgejahren so richtig bergab. Außerdem brauchen die Ukrainerinnen mein Geld nötiger als ich. Deshalb hätte ich es eigentlich schon bis Ende diesen Jahres zurückzahlen müssen. Dann bekam ich aber überraschenderweise von Elter Staat wieder einen Brief – diesmal im gelben Umschlag. Elter Staat sicherte mir darin zu, er wolle sich bei mir quasi „unterhaken“, wie Scholzi so schön sagte. Deshalb gab er mir nun von sich aus bis Juni 2023 Aufschub, die neun Mille zurückzugeben. Er hätte sie mir auch einfach erlassen oder meine Steuerzahlungen reduzieren können, aber dann hätten sich die anderen Kinder aus aller Welt auf unserem Siedlungsgebiet, die noch nie gearbeitet haben, vermutlich zurückgesetzt gefühlt. Versteh ich auch irgendwie … Irgendjemand muss ja schließlich mein Geld verbraten.

Aber, à propos Steuern und nicht dass Du denkst, Annalena, dass ich Dir jetzt Dein Geld für Deine Logopädin, Rhetoriktrainerin, Deine teuren Kleider und Deine wohlverdiente Diät vorenthalten möchte. Da sei hoffentlich das weiterhin hocheffiziente Finanzamt vor! Denn es kennt bei den letzten, erwerbstätigen Deutschen in unserer schönen Demokratie, in der wir – wie Du so schön sagtest, „zum Glück leben“ – keine Gnade.

Besonders gern arbeite ich für unsere Ferda, die nette Dönerette

Gestern habe ich meinen Steuerbescheid für 2020 mit einer saftigen Nachzahlung bekommen. Wie Du, Annalena, kann das Finanzamt auch ziemlich gut zum eignen Vorteil rechnen und hat mir deshalb mitgeteilt, dass ich für 2021 und 2022 sofort genauso viel Steuern wie 2020 nachzahlen soll. Und das obwohl ich im Jahr 2021 gut die Hälfte weniger und im Jahr 2022 nochmal ein Drittel weniger verdient habe.

Annalena, Du kannst Dir das wahrscheinlich jetzt nicht vorstellen und daher bitte ich schon jetzt um Entschuldigung. Du weißt, wenn ich könnte, würde ich mein letztes Hemd für Dich, die Ukrainerinnen, den Robbie und ganz besonders gern für Ferda, unsere nette Dönerette, geben. Ich weiß schließlich, dass ich so viel reicher als all die aufgetackelten Ukrainerinnen bin, die – wie mir der Sicherheitsmann vor unserem Landratsamt erzählte – täglich in Nobelkarossen vorfahren, an ihm vorbeistolzieren, ihr Hartz4 bar auf die Kralle abholen und direkt in die zu 70% befriedete Ukraine zurückfahren.

Es wird nun doch ein klitzekleines bißchen knapp bei mir

Ich appelliere daher jetzt einfach mal an Dein Verständnis als weltgewandte Völkerrechtlerin, denn bei diesem Bescheid wurde mir dann doch etwas schwach um mein böses, schwarzes, deutsches Herz. Ich gestehe, ich bin sogar soweit gegangen, meinen Steuerberater einzuschalten, der mit den echten Zahlen von 2021 die Nachzahlungen um 60% herunterrechnen konnte. Von 2022 will ich gar nicht erst reden, sondern nur vorsichtig anmerken: Es wird jetzt doch ein klitzekleines bißchen knapp und – wie gesagt – ich hätte wirklich gern diese Tausende von Euro direkt an das Finanzamt bezahlt, um Dir beim Einlösen Deines Versprechens gegenüber der Ukraine zu helfen und mein Scherflein bei der menschenwürdigen Behandlung all der traumatisierten Geflüchteten hier beizutragen.

Allerdings wäre dann mein Konto leer gewesen und im Winter wären mir lediglich meine Steuerbescheide und die Briefe der Stromanbieter für das Anheizen meiner Metalltonne draußen im Hof geblieben.

Daher, liebe Annalena, hoffe ich auf Dein Verständnis, dass ich noch ein paar Kröten für mich behalten habe. Ich weiß, Du willst und brauchst mein Geld. Ich weiß, so viele denken, dass Dir die Kontrolle entglitten ist und Du ein bißchen doof bist. Nichts könnte weniger wahr sein. Du bist meine Heldin! Ich weiß, dass Du der Ukraine beistehen wirst. Und ich weiß, dass alles unter Kontrolle ist. Dass Du unter Kontrolle bist. Und dass wir unter Kontrolle sind. Denn sonst bekämen wir Selbstständigen nicht ständig und pünktlich all die schönen Liebesbriefe vom Finanzamt.

Daher, liebe Annalena – Retterin der Welt, Nemesis der Deutschen, Königin der Einhörner und Schirmherrin der Unter-Dyslalie-Leidenden: Bleib tapfer! Mach weiter Deine Sprechübungen und hüte den Goldtopf unter dem Regenbogen. Denn dafür lohnt es sich allemal zu kämpfen. In diesem Sinne untertänigst

Deine glückliche Steuersklavin

Maria

Quelle: Beischneider.net

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