Marine Le Pen wurde heute in Paris wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig gesprochen und darf aufgrund eines sofortigen Wahlverbots nicht bei der Präsidentschaftswahl 2027 antreten. Der Prozess betraf den Missbrauch von etwa 4,5 Millionen Euro an EU-Geldern zwischen 2004 und 2016, die für parlamentarische Assistenten gedacht waren, aber für parteipolitische Arbeit des Rassemblement National (RN) in Frankreich genutzt wurden. Neben Le Pen wurden auch acht weitere EU-Abgeordnete des RN verurteilt.
Das Gericht verhängte gegen Le Pen eine Haftstrafe von drei Jahren, wovon zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt sind, sowie eine Geldstrafe von 300.000 Euro. Das Urteil stellt einen schweren Rückschlag für ihre politische Karriere dar, da sie in Umfragen für die Präsidentschaftswahl 2027 als Favoritin galt. Le Pen hat das Verfahren als politisch motiviert kritisiert, während die Justiz die Schwere der Vorwürfe betonte. Die Entscheidung könnte die politische Landschaft in Frankreich erheblich beeinflussen, wobei der RN nun möglicherweise auf Parteichef Jordan Bardella als Ersatzkandidaten setzt.


Kommentare
3 Kommentare zu „Le Pen kassiert Haftstrafe und Wahlverbot“