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Natalis praecox: Wenn der Weihnachtsmann zu früh kommt

Oh, heilige Maria Mutter Gottes! Wir haben August, der Hochsommer ist zurückgekehrt mit 32 Grad, wie man es noch von früher kennt. Keine Streifen am Himmel, hier und da mal ein Gewitter, endlich wieder Sommer, Sonne, Badestrand am heimischen Flusslauf. Doch plötzlich tut sich der Boden auf und die Idylle bekommt einen deftigen Riss. Auf der Suche nach Himbeereis zum Frühstück beim örtlichen Discounter überfällt mich ein Lindwurm in Gestalt von Schoko-Weihnachtsmännern, um mir unmissverständlich klar zu machen, dass es mit Dolce Vita bald wieder vorbei ist und es bitter kalt wird in Deutschland.

Wer noch etwas Geld aus der Urlaubskasse übrig hat, tut gut daran, jetzt schon ein paar Geschenke zu besorgen; im Dezember könnte vieles schon doppelt so teuer wie heute sein. So ein langes Vorspiel mag am Ende die Freude schmälern, aber besser zu früh, als gar nicht gekommen, war schon immer die Devise der Preußen mit ihrem „Fünf Minuten vor der Zeit“-Tick. Wie die Damenwelt das findet, spielt Gott sei Dank noch keine Rolle. Weihnachten bleibt Männersache, wie der Blick ins Regal beweist! Om!