Der Staatsfunk ist immer für eine unfreiwillige Pointe gut. In einer Programmankündigung warnt der MDR vor “völkischen Siedlern” im Harz. Werden sie bald die Macht an sich reißen?
Eine rechtsextreme Gruppierung weitet ihre Aktivitäten in Wienrode im Harz aus und drängt nun in die Lokalpolitik: Mitglieder des Vereins „Weda Elysia“ kandidieren zur Wahl zum Ortschaftsrat. Der Verfassungsschutz warnt vor den völkischen Siedlern. Vor Ort erleben MDR-Reporter, dass die Gemeinschaft im Ort gespalten ist. „exactly“ berichtete bereits 2022 über die Situation in Wienrode und kehrt nun zurück in den Ort.
Der Verein hat einen alten Gasthof erworben und diesen wieder hergerichtet, was schon ein schlimmes Verbrechen sein muss, wenn man ihn nicht umgehend für die Aufnahme von Flüchtlingen nutzt. Und dort betreibt der Verein u.a. eine Trachtenstube und fördert satzungsgemäß das Brauchtum in Form von Volkstanz und Gesang. Und weil sich „Weda Elysia“ auf die russische Anastasia-Buchreihe beruft, handelt es sich zweifelsfrei um Rechtsextreme. Und so sehen die gefährlichen Nazis aus:
Gerade weil sie harmlos aussehen und man gar nicht drauf käme was sie wirklich seien, muss man sich ganz besonders vor ihnen in Acht nehmen. Nicht auszudenken, was alles passieren könnte, wenn die Truppe plötzlich Pogo tanzt.
Recherchen von „exactly“ zeigen außerdem, dass die völkischen Siedler nicht nur im alten Gasthof aktiv sind: Mehrere Personen aus dem Umfeld der rechtsextremen Gruppe besetzten über mehrere Jahre die Vorstandsposten eines örtlichen Kleingartenvereins. „Also, das sind wirklich Leute, denen man das eben nicht ansieht. Das Gefährliche ist wirklich daran, man merkt es nicht“, erklärt eine Frau über die Situation im Kleingarten.
Das wirkliche Problem, die meinen das wirklich ernst. Bald ist jeder, der auf dem heimischen Balkon Tomaten züchtet, ein “du weisst schon, was” …



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9 Kommentare zu „Große Gefahr: Rechtsextreme unterwandern Kleingartenverein“