Kummer braucht Zeitzeugen

crucifix decor


Diese Zeiten bereiten uns Kummer, viel Kummer. Der Verlust vieler Freiheitsrechte lastet erdrückend auf unserem Gemüt. Wir alle spüren diese Trauer, ein jeder für sich auf ganz individuelle Weise. Kummer schwächt uns mental und auch körperlich. Dennoch muss ein jeder von uns stark sein, um diesen langanhaltenden Kummer zu ertragen. Wir müssen und wollen trotzdem noch „funktionieren“, um unseren Alltag zu gestalten.

Dieses Kreuz zu tragen, erfordert oft übermenschliche Kräfte, besonders dann, wenn wir alleine sind. Und auch dann, wenn wir für andere da sein müssen, seien es Kinder, Partner oder Großeltern.

Eine großartige Hilfe ist es deshalb, wenn wir mit Gleichgesinnten diesen Kummer gemeinsam tragen können. „Jeder trage des anderen Last“ rät uns Apostel Paulus im Galaterbrief (Gal 6,2). Unser helfen, das wir anderen angedeihen lassen, hilft uns letztendlich selbst. Auch kennen wir aus unserer Lebenserfahrung, dass geteiltes Leid als halbes Leid empfunden wird. Gerade jetzt ist eine Zeit, in der dieser Ratschlag große Wirkung entfalten kann.

Wir alle sind Zeitzeugen. Wir erleben hautnah was mit uns und mit anderen geschieht. Und auch wir werden später gefragt „Was habt ihr damals gemacht?“
In dieser schnelllebigen Zeit, in der Nachrichten und Horrornachrichten uns geradezu im Stundentakt versuchen zu erschlagen, auf uns niederprasseln wie große Hagelkörner, gerade dann ist die Hilfe, die aus einer Gruppe erwächst, so sehr hilfreich. Wir erleben diese Drangsal ganz persönlich. Wir sehen, dass dieser Kummer kein individueller Kummer ist, wie es ein Zahnschmerz sein könnte. Es ist eine umfassende Traurigkeit. Doch diesen Schmerz, den wir nicht nur in uns, sondern auch in unseren Freunden erleben, wird das eigene Empfinden zumindest helfen ein wenig zu relativieren.

Es wirkt heilend für uns, wenn wir mit kleinen Schritten anderen, denen es schlecht (oder gar noch schlechter) geht, mit tröstenden Worten unter die Arme greifen. Und wenn wir unseren Worten und unserem Zuhören auch noch gemeinsame Taten folgen lassen, so verbindet uns dies noch tiefer und stärkt uns gegenseitig.
Uns Christen in der AfD verbindet mehr als nur der Wille gesellschaftlich tätig zu sein. Wir sind uns auf einer höheren Ebene und auf ganz besondere Weise einander verbunden. “Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, rät tröstend Apostel Matthäus in Kapitel 18,20.
Und in diesem Gottvertrauen sind und bleiben wir stark!