Im Juni 2024 sind in Deutschland 77 812 Menschen gestorben, was etwa dem mittleren Wert der letzten Jahre entspricht. Die Sterbefallzahlen lagen in der ersten Monatshälfte laut dem Bundesamt für Statistik leicht unter dem Durchschnitt, stiegen jedoch in der zweiten Monatshälfte stark an, zeitgleich mit einigen hohen Temperaturen in verschiedenen Bundesländern. Und nun folgt der Lacher: „Hitze ist bekannt dafür, die Sterbefallzahlen in den Sommermonaten zu erhöhen.“
Auch sonst gibt es in Zeiten der Zunahme von plötzlich und erwarteten Herztoten und Turbokrebs angeblich nichts Neues im Westen zu vermelden:
Sterbefallzahlen im Juni in den meisten europäischen Ländern unauffällig
Das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts europaweit vergleichend ein. Im Juni wurde dort in den meisten Ländern keine Abweichung („no excess“) von den erwartbaren Entwicklungen festgestellt. In einzelnen Wochen gab es geringe Abweichungen („low excess“) in Griechenland, Portugal, in der Schweiz sowie auf Zypern.



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