ai-generated

Schamlose Gier: BASF patentiert Hausgarten-Melone: Bundesregierung schaut zu!

Eine zufällige Entdeckung im Garten – eine buschig wachsende Wassermelone – wird zur Profitquelle für den Chemieriesen BASF. Der Konzern ließ sich die natürliche Mutation einfach patentieren, als wäre sie seine eigene Erfindung. Laut Umweltinstitut München ist das kein Einzelfall. Immer wieder sichern sich Agrarkonzerne exklusive Rechte an genetischen Eigenschaften von Pflanzen und Tieren, obwohl solche Patente nach dem Europäischen Patentübereinkommen eigentlich verboten sind.

In den letzten 15 Jahren wurden rund 1.500 Patente auf traditionell gezüchtete Pflanzen angemeldet, über 300 davon bereits vom Europäischen Patentamt (EPA) erteilt – mit fatalen Folgen: Kleinere Züchter werden verdrängt, die Vielfalt schwindet, und unsere Ernährungssicherheit steht auf dem Spiel. Während Österreich bereits nationale Schlupflöcher geschlossen hat, duckt sich Deutschland noch weg.

Das Umweltinstitut fordert Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) auf, endlich zu handeln und ein striktes nationales Verbot solcher Patente durchzusetzen. Denn was hier läuft, ist nichts anderes als der Ausverkauf unserer Lebensgrundlagen.

Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus

Wenn Sie unsere Arbeit schätzen und unabhängige Berichterstattung unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihren Beitrag.

Jetzt unterstützen