Impfgegner als weltweite Bedrohung

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Fast 20 Millionen Kinder weltweit – mehr als jedes zehnte – haben 2018 Impfungen gegen gefährliche Krankheiten wie Masern, Diphterie und Tetanus versäumt. Diese neuesten Schätzungen haben das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute veröffentlicht.

Weiter heißt es:

Die meisten ungeimpften Kinder leben in den ärmsten Ländern, vor allem in fragilen Staaten oder Konfliktländern. Mädchen und Jungen in nur 16 Ländern machen fast die Hälfte der ungeimpften Kinder weltweit aus: Äthiopien, Afghanistan, Haiti, Irak, Jemen, DR Kongo, Mali, Niger, Nigeria, Pakistan, Somalia, Südsudan, Sudan, Syrien, Tschad und Zentralafrikanische Republik.

In dem gesamten Bericht ist von Impfgegnern keine Rede. Dennoch peppte die dpa ihre Meldung für den Mainstream mit folgendem Zusatz auf:

„Impfgegner hat es immer gegeben“, sagte O’Brian. „Solche Gruppen sind ein kleines Phänomen, aber sie können ihre Botschaft mit den sozialen Medien heute weiter verbreiten als früher. Wir sind besorgt über fehlerhafte oder falsche Informationen.“

Am Mittwoch soll im Bundestag über die Einführung einer Impfpflicht gegen Masern entschieden werden.

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