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Giftiger Regen aus den Wolken – tonnenweise Pestizide über Europa

Wissenschaftler haben in einer bahnbrechenden Studie nachgewiesen, dass Wolken über Frankreich mit Dutzenden von Pestiziden beladen sind – darunter auch Substanzen, die in der EU längst verboten sind. Die giftigen Chemikalien regnen als Schnee oder Regen zurück auf die Erde und überschreiten dabei teilweise die europäischen Grenzwerte für Trinkwasser. Laut Children’s Health Defense schweben allein über Frankreich zu jeder Zeit schätzungsweise 6 bis 139 Tonnen Pestizide in der Atmosphäre.

Die Forscher stellten fest, dass es nicht nur aktuelle Spritzmittel sind, die sich in den Wolken sammeln, sondern auch Altlasten von längst verbotenen Stoffen wie Atrazin oder Carbendazim. Selbst neu entstehende Abbauprodukte und „emerging contaminants“ wurden identifiziert – Chemikalien, die durch Zerfall oder Reaktionen in der Atmosphäre entstehen. Die Wolken fungieren damit nicht nur als Transportmedium, sondern auch als regelrechte Chemie-Reaktoren.

Besonders alarmierend: In Proben wurden Konzentrationen gemessen, die deutlich über den zulässigen Höchstwerten für Trinkwasser liegen. Und das Problem betrifft nicht nur lokale Felder, sondern resultiert aus einem großflächigen Ferntransport von Giften, die sich über weite Strecken in der Luft verteilen. Für Kinder und Anwohner in ländlichen Regionen bedeutet das eine zusätzliche Belastung – doch im Grunde ist niemand mehr geschützt, wenn selbst der Regen zur Gefahr wird.

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