Digitale Zwangsakte floppt: Nur 15 Prozent machen mit

Ab dem 1. Oktober soll die elektronische Patientenakte (ePA) in Arztpraxen, Krankenhäusern und Apotheken Pflicht sein – für Patienten bleibt sie zwar freiwillig, doch das Interesse ist verheerend gering. Gerade einmal 15 Prozent der Versicherten nutzen das digitale Konstrukt, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Fast 80 Prozent wissen zwar, dass es die ePA gibt, doch die überwältigende Mehrheit verweigert sich – ein deutliches Misstrauensvotum gegen den digitalen Gesundheitszwang.

Trotz aller PR-Bemühungen und beschwichtigenden Worte der Pharma-Lobby bleibt die Realität: Die Menschen wollen ihre intimsten Gesundheitsdaten nicht auf zentralen Servern speichern lassen, wo technische Pannen, Zugriffsprobleme und Missbrauch nur eine Frage der Zeit sind. Die Verantwortlichen reden von „Optimierung“ und „Aufklärung“, doch das Volk zeigt mit klarer Mehrheit die rote Karte. Statt Vertrauen zu schaffen, werden Bürger mit Zwangsbeschlüssen vor vollendete Tatsachen gestellt – ein weiterer Schritt in Richtung digitaler Überwachungsmedizin.

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