Deutsche Krebshilfe fordert Corona-Impfpflicht

Sie kommen aus allen Löchern gekrochen, nachdem in Österreich die Dämme gebrochen sind und schreien nach der Gesundheitsdiktatur. Jetzt auch die “Deutsche Krebshilfe” und weitere Organisationen mit einem “dringenden Appell an Politik und Bevölkerung”. Unrecht bleibt Unrecht, selbst dann, wenn sich eine Mehrheit dafür entscheidet.

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Foto von National Cancer Institute on Unsplash

Die Notlage in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen wird immer dramatischer. Nicht nur für an COVID-19 erkrankte Personen, sondern für alle Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen wie etwa Krebs. Denn schon bald werden bundesweit keine Kapazitäten mehr für weitere Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. Die Corona Task Force des Deutschen Krebsforschungszentrums, der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft sieht eine allgemeine Impfpflicht zusätzlich zu Kontakteinschränkungen als einzige Möglichkeit, den Kollaps des Gesundheitssystems über den Winter zu verhindern. Die Organisationen appellieren an die Politik, unverzüglich entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Erste Berichte aus den großen deutschen universitären Krebszentren bestätigen den Ernst der Lage. “In Anbetracht der immer weiter steigenden Corona-Neuinfektionen und der sich stetig füllenden Intensivstationen sehen wir keinen anderen Ausweg aus der Krise: Deutschland muss neben Kontakteinschränkungen eine Corona-Impfpflicht einführen”, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. “Die Politik muss jetzt schnell handeln, um eine weitere Verschärfung der Lage in den kommenden Wochen und Monaten zu verhindern.” 

Auch wenn sie noch nicht zu einer Impfung verpflichtet sind, sollten alle, die sich aus nicht-medizinischen Gründen gegen eine Corona-Impfung entschlossen haben, ihre Entscheidung noch einmal dringend überdenken, appellieren die Experten. “Sie bringen nicht nur sich selbst in große Gefahr, sondern alle Menschen, die dringend medizinisch behandelt werden müssen, unter anderem Krebspatientinnen und -patienten”, warnt Professor Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. “Ungeimpfte Menschen haben ein sehr hohes Risiko, im Falle einer Corona-Infektion stationär behandelt werden zu müssen. Die Gefahr, dass ihnen und ihren Mitmenschen lebenswichtige Maßnahmen wegen mangelnder Kapazitäten versagt bleiben, ist äußerst real.” 

“Wir haben kürzlich bereits darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass und Krebspatientinnen und -patienten bei Bedarf bevorzugt eine Auffrischungsimpfung erhalten können. Wir begrüßen zudem die Entscheidung der Ständigen Impfkommission (STIKO), Booster-Impfungen für alle Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren zu empfehlen, ausdrücklich”, betont Professor Dr. Thomas Seufferlein, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. “Nun liegt es an der Bevölkerung, dieses Angebot auch wahrzunehmen. Daher unser Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Bitte gehen Sie zur Booster-Impfung und helfen Sie dabei, den drohenden Zusammenbruch unseres Versorgungssystems abzuwenden!”

2 Kommentare

  1. Vielleicht erwartet die Krebshilfe als Folge der Impfung auf mehr Krebsfälle und dadurch mehr Mitglieder? Wer weiß das schon!

  2. Habe Anfang Juni erst meine Freundin beerdigt.
    Bei ihr wurde Jan 2020 ein Lungenkarziom entdeckt.
    Nach der Verleumdungsphase und viel geduldigem Zureden konnten wir sie zu einer Biopsie überreden, mit dem Ergebniss hätte sie dann eine Behandlung beginnen können.
    Doch es fand sich kein Arzt der der kurzatmigen, verängstigten, totkranken Frau eine Biopsie ohne Maske entnommen hätte, trotz eines aktuellen PCR Tests.
    Die Frau hatte Komplikationen während ihrer letzten Entbindung und danach eine Krankenhausphobie.
    Sie hatte in dem angstbesetztem Umfeld unter der Maske bei eingeschränkter Lungenfunktion Panikattacken, hat keinen interessiert, die Vorgaben der Geschäftsleitungen waren in den Kliniken bindend.
    Gestorben ist sie an Krebs, aber so früh wegen der Coronabeschränkungen.
    Tragisch, sie hinterläßt 4 Kinder, ihr Enkel wurde Ende Juli geboren, sie konnte ihn nie sehen.

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