Corona-Impfung: Italien testet schmerzfreie Injektionsdüse

Im italienischen Messina wird seit Mittwoch im Kampf gegen Corona ein neues Impfverfahren getestet. Das Besondere daran: Die Impfung erfolgt ohne Nadel, stattdessen wird für die Injektion eine Düse genutzt.

Messina ist die erste Stadt in Europa, in der diese neue Technik zum Einsatz kommt. Man erhofft sich davon eine Erhöhung der Impfquote in der Region. Dem nadellosen Impfen liegt die Wasserstrahltechnologie zugrunde, das Verfahren gibt es bereits seit den 1950er Jahren. Aktuell wird es vor allem für präzise Schnitte bei Materialien wie Marmor oder Diamanten eingesetzt. Bei dem Verfahren injiziert die Düse der „Spritze“ den Impfstoff durch ein etwa 0,15 mm großes, mikroskopisches Loch in den Arm, das durch die Geschwindigkeit der herausschießenden Flüssigkeit entsteht. So gelangt die Flüssigkeit in weniger als 100 Millisekunden in den menschlichen Körper. „Dies ist ein mechanisches Gerät, das dank einer Feder im Inneren funktioniert, die auf den Kolben unserer nadelfreien Spritze presst, also durch die Düse.

Der Prozess basiert auf der Geschwindigkeit. Eine Flüssigkeit wird aus dem Inneren des Geräts mit hoher Geschwindigkeit herausgepresst und wird dadurch scharf“, erklärt Arturo Matavigna, Manager bei GAMASTECH, dem Unternehmen, das die neuartigen nadellosen Spritzen herstellt. Der Patient spürt bei dem Verfahren so gut wie nichts. Das bestätigt auch Anna Aveni, die erste Patientin, die in Messina mit der nadellosen Spritze geimpft wurde: „Nein, ich habe nichts gespürt, nur ein bisschen Druck, aber sonst nichts.“ In Messina erhofft man sich durch das neue Verfahren einen Anstieg der Impfbereitschaft in der Region, erklärt Alberto Firenze, Kommissar für die COVID-Gefahrenabwehr in Messina. „Wir probieren das alles aus, um die Impfbereitschaft zu fördern, weil wir eine Wette gewinnen wollen: Bis zum 31. August wollen wir in dieser Provinz eine hohe Durchimpfungsrate erreichen.

Wir alle hoffen, dass wir in diesem Herbst ein ruhigeres Leben führen können und nicht immer noch hören müssen, dass täglich Menschen ins Krankenhaus eingeliefert werden oder leider immer noch täglich Menschen an den Folgen des Coronavirus sterben.“ Ob das innovative Impfverfahren zu einer Steigerung der Impfquote beitragen kann, ist natürlich keine ausgemachte Sache. Dies hängt vor allem davon ab, wie viele Menschen bisher nur aus Angst vor der Nadel auf eine Impfung gegen Corona verzichten. Studien zur sogenannten „Belenophobie“ – der Angst vor Nadeln – lassen vermuten, dass es durchaus ein Potential zur Steigerung der Impfwilligkeit durch eine nadellose Impfung geben könnte. Immerhin 10 Prozent der Weltbevölkerung sollen an Belenophobie leiden.

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