Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Hauptstadtfraktion, Tommy Tabor, kritisiert die aktuelle Diskussion um Islamunterricht an Berliner Schulen. Aus seiner Sicht setzt Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner erneut die falschen Prioritäten.
Tabor verweist auf die grundlegenden Probleme an den Schulen der Hauptstadt. Berliner Kinder würden immer schlechter lesen, schreiben, rechnen und sprechen, während ausgerechnet jetzt die Debatte um Islamunterricht weiter angeheizt werde. Für den AfD-Politiker ist das ein falsches Signal zur falschen Zeit.
Bereits der Koalitionsvertrag von CDU und SPD mit dem geplanten Wahlpflichtfach „Weltanschauungen/Religionen“ zeige, wohin die Reise gehen solle, so Tabor. Doch was im Ansatz falsch sei, könne niemals richtig werden. Statt Leistung, Sprache und Wissen in den Mittelpunkt zu stellen, werde Bildung weiter mit ideologischen Projekten überfrachtet.
Berliner Schulen brauchten keine neue Religionsdebatte, sondern mehr Allgemeinwissen, klare Regeln und eine Schulpolitik, die endlich wieder den Kindern diene. Wegner irre wieder einmal, erklärt Tabor, und zwar auf Kosten der Zukunft der Schülerinnen und Schüler.
Die Kritik trifft einen wunden Punkt der Berliner Bildungspolitik. Wenn Grundkompetenzen schwinden, Unterricht ausfällt und viele Kinder schon an Sprache und Rechnen scheitern, wirkt jede zusätzliche weltanschauliche Großdebatte wie ein Ausweichen vor dem eigentlichen Problem. Schule soll zuerst bilden, nicht politische Ersatzbaustellen eröffnen.


