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Strom ab, Konto leer: 4,2 Mio. Menschen im Zahlungsverzug – Nebenkosten steigen weiter

Deutschland im Kaltstart der Wohlstandsillusion: 4,2 Millionen Menschen lebten 2024 in Haushalten, die Strom-, Gas- oder andere Versorgerrechnungen nicht bezahlen konnten – das sind 5,0 % der Bevölkerung. Besonders hart trifft es Mieter: 6,4 % im Verzug, Eigentümer „nur“ 3,4 %. Gleichzeitig kann gut ein Drittel (32,2 %) unerwartete Ausgaben ab 1.250 € nicht aus eigenen Mitteln stemmen. Wohnungsnebenkosten legten im August 2025 um 4,0 % zu, während die Verbraucherpreise insgesamt nur um 2,2 % stiegen; Haushaltsenergie war zwar 2,3 % günstiger als im Vorjahr, bleibt aber teuer. So viel zur Realität hinter der Wohlfühl-Politik – wie das Statistische Bundesamt meldet.  

Mietenland statt Eigentumsland: Wer zur Miete wohnt, zahlt die Zeche doppelt – erst bei den Nebenkosten, dann bei den Mahngebühren. Während die Regierung die nächste „Entlastung“ verspricht, dreht die Gebühren-Schraube weiter: Wasser, Müllabfuhr, Aufzug-Wartung, Straßenreinigung – alles teurer als der Durchschnitt. Und ja, die Energiepreise sind etwas gefallen, aber von welchem Niveau? Nach dem Krisensprung 2022 bleiben sie oben – nur die Statistik schenkt kurzfristig Prozente.  

Das Bild ist eindeutig: Millionen rutschen in Zahlungsrückstände, weil die Grundkosten des Lebens politischen Luftschlössern geopfert werden. Reallöhne hinken, Rücklagen fehlen, und das „Land der Dichter und Denker“ zündet abends die Kerzen an, um die Abschlagszahlung überhaupt noch zu überleben. Wer so regiert, liefert die Menschen den Versorgern und Vermietern aus – und nennt es „sozial ausgewogen“.  

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