Die österreichische Kultmarke KTM streicht nach der Übernahme durch den indischen Konzern Bajaj rund 500 Arbeitsplätze. Wie die Kronen Zeitung berichtet, trifft es vor allem Angestellte und das mittlere Management – also genau jene, die den Laden über Jahre am Laufen gehalten haben.
Was sich seit Wochen abgezeichnet hatte, ist nun offiziell: Nach der Umbenennung der Pierer Mobility AG in Bajaj Mobility AG folgt der Kahlschlag. Der Motorradhersteller mit Sitz in Oberösterreich kündigte am Dienstagabend einen massiven Personalabbau an. Rund 500 Beschäftigte sollen gehen, während der Konzern seine Strukturen „verschlanken“ will. Übersetzt heißt das: weniger Mitarbeiter, weniger Kosten, mehr Rendite.
Begründet wird der Schritt mit einer „notwendigen Neuausrichtung“. Frühwarnmeldungen beim AMS seien bereits eingebracht worden. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen noch knapp 3.800 Mitarbeiter – nun wird jeder Siebte aussortiert. Besonders bitter: Die Entlassungen kommen kurz nachdem KTM öffentlich als gerettet galt.
CEO Gottfried Neumeister spricht von einer schwierigen, aber notwendigen Entscheidung. Man müsse Komplexität reduzieren, Führungsebenen abbauen und die Modellpalette eindampfen. Für die Betroffenen bleibt davon vor allem eines übrig: der Jobverlust – nach Jahren der Loyalität zu einer Marke, die einst als österreichisches Vorzeigeunternehmen galt.
Der Fall KTM zeigt erneut, was Globalisierung in der Praxis bedeutet: Ausländische Mehrheiten, neue Namen, neue Strategien – und am Ende zahlen die Beschäftigten den Preis.


