Galeria schon wieder auf Kosten der Steuerzahler „gerettet“

Die Gläubiger haben dem Insolvenzplan von Galeria Karstadt Kaufhof zugestimmt, der vorsieht, dass die Anzahl der Standorte reduziert und Personal entlassen wird. Dieser Plan soll helfen, das Unternehmen zu retten, das bereits drei Insolvenzen in kurzer Zeit erlebt hat. Trotz staatlicher Unterstützung und Fluchtmöglichkeiten in Schutzschirmverfahren blieb die Kette von Galeria Karstadt Kaufhof in Schwierigkeiten, bedingt durch die wachsende Konkurrenz des Onlinehandels und interne Probleme.

Neue Investoren, darunter der ehemalige Vorstandschef des Kosmetikkonzerns Coty, Bernd Beetz, und der kanadische Handelsunternehmer Richard Baker, sollen nun die Kette übernehmen. Allerdings gibt es Skepsis darüber, ob diese neuen Investoren das Unternehmen langfristig erfolgreich führen können, insbesondere da Baker bereits zuvor Eigentümer von Galeria Kaufhof war und es dann an René Benko verkauft hat.

Jetzt werden also „nur“ 1400 Leute ihren Job verlieren – zunächst. Denn wenn auch diese Rettung das Ziel verfehlt, müssen weitere Häuser schließen. Von den ursprünglich Forderungen in Höhe von 886,1 Millionen Euro werden maximal 22,5 Millionen an die Gläubiger ausgezahlt, von denen der Bund selbstverständlich der größte ist.

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