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EZB senkt Leitzinsen um 25 Basispunkte

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat beschlossen, die drei Leitzinsen um 25 Basispunkte zu senken. Dieser Schritt basiert auf der aktuellen Einschätzung der Inflationsentwicklung und soll den Disinflationsprozess unterstützen, so Christine Lagarde auf der Pressekonferenz. Das Ziel sei, die Inflation mittelfristig bei 2% zu stabilisieren. Die Senkung des Einlagenzinses – des wichtigsten Instruments zur Steuerung der Geldpolitik – soll die Kreditaufnahme für Unternehmen und Haushalte günstiger machen.

Die Finanzierungsbedingungen lockern sich aufgrund der Zinssenkungen, bleiben aber dennoch angespannt. Dies liegt daran, dass die Geldpolitik weiterhin restriktiv ist und die vergangenen Zinserhöhungen immer noch auf den bestehenden Kreditbestand wirken. Die EZB geht von einer langsameren wirtschaftlichen Erholung aus als in den September-Prognosen.

Im Rahmen der geldpolitischen Maßnahmen wird das Portfolio des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (APP) weiterhin reduziert, indem die Tilgungszahlungen aus fälligen Wertpapieren nicht mehr reinvestiert werden. Die Reinvestitionen im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (PEPP) werden Ende 2024 eingestellt.

Die Rückzahlung der im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte aufgenommenen Beträge wird diesen Monat abgeschlossen, womit dieser Teil des Bilanznormalisierungsprozesses beendet ist.

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