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Ein steigender Dollar schadet anderen Währungen

Regierungen in aller Welt haben versucht, ihre Währungen zu stabilisieren und ihre Volkswirtschaften gegen die raschen Zinserhöhungen der Federal Reserve zu verteidigen, die das Feld zugunsten des Dollars verschoben haben. Ihre Bemühungen verdeutlichen sowohl die Verflechtung des globalen Finanzsystems als auch dessen Anfälligkeit.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie selbst nicht davon profitieren können. Gerade der Handel mit Devisen ist in den letzten Jahren und zahlreichen Privatinvestoren immer beliebter geworden, weshalb es Sinn macht die Grundlagen für den Einstieg in den Devisenhandel zu lernen, um von den Marktentwicklungen der nächsten Jahre zu profitieren und das Meiste für Ihre Ansprüche daraus machen zu können. 

In Bezug hierauf wollen wir Ihnen mithilfe dieses Artikels dabei helfen, einen besseren Überblick über die Zusammenhänge zwischen dem Dollar und anderen Währungen zu verschaffen, damit Sie einen ersten Anhaltspunkt für mögliche Investitionen bekommen. 

Die FED kämpft mit steigenden Leitzinsen gegen die Inflation an

Die Fed hat die Zinssätze in diesem Jahr bereits fünfmal angehoben, und es wird erwartet, dass sie weitere Zinsschritte vornehmen wird, da die Inflation in den Vereinigten Staaten weiterhin hoch ist. Die Zinserhöhungen haben das Renditeangebot für Anleger, die US-Anlagen kaufen, erhöht, Geld nach Amerika gelockt und den Dollar gestärkt. Da die US-Wirtschaft im Vergleich zum Rest der Welt auf festeren Füßen steht, fließt auch Geld von Anlegern, die sich vor einem globalen Abschwung fürchten, in die größte Volkswirtschaft der Welt – was den Dollar noch stärker macht.

Infolgedessen haben sich die Währungen anderer Länder – die im Verhältnis zueinander bewertet werden – abgeschwächt, was die Märkte in einigen der größten Volkswirtschaften der Welt, von Japan und China bis Indien und Großbritannien, erschüttert hat.

Die Fed “treibt den US-Dollar in die Höhe und schränkt damit die Fähigkeit anderer globaler Zentralbanken ein, ihre Volkswirtschaften wirksam zu stabilisieren”, so Seema Shah, Chief Global Strategist bei Principal Asset Management.

Die Auswirkungen der Maßnahmen der Fed auf andere Regionen sind zum Teil wirtschaftlicher Natur. Eine schwächere Währung bedeutet, dass es für ein Land teurer wird, Lebensmittel, Energie und andere Waren zu importieren. Das erhöht die inländische Inflation, schadet den Haushalten und könnte zu einem globalen Abschwung beitragen, was auch an den großen Teuerungsraten der EU-Länder deutlich wird. 

Der hohe Dollarpreis führt zu Problemen

Die Aufwertung des Dollars hat es auch ausländischen Schuldnern, die in US-Währung verschuldet sind, erschwert, ihre Kredite zurückzuzahlen. Und da die Anleger ihr Geld aus ihren eigenen Ländern in die Vereinigten Staaten umgeleitet haben, sind die Renditen ausländischer Staatsanleihen – die die Kosten für die Kreditaufnahme ausländischer Regierungen anzeigen – gestiegen.

Aber es gibt noch ein weiteres Problem, das Investoren und politische Entscheidungsträger beunruhigt. Die globalen Märkte sind miteinander verbunden, die Preise für Vermögenswerte auf der ganzen Welt sind aneinander gekoppelt. So haben steigende US-Zinssätze zu drastischen Verschiebungen bei den weltweiten Währungen, Anleihen und Aktien geführt, wodurch die Märkte plötzlich und gleichzeitig reagierten.

Dementsprechend macht es durchaus Sinn das eigene Geld auch in andere Währungen zu investieren, um damit die teilweise sehr starken Schwankungen an den Aktienmärkten zu vermeiden und das Preisniveau des eigenen Vermögens auf einem hohen Level halten zu können und sich damit weniger Sorgen um die eigenen Finanzen machen zu müssen.