Der ökonomische Laie Jan Hering im Jahre 1636

Die warme Frühlingsluft, die blühenden Tulpenfelder und die strahlende Sonne machten Jan Herings Herz leicht. Er träumte davon, so reich zu werden wie sein Herr. In einem ledernen Säckchen unter seinem Kopfkissen bewahrte Jan 120 Gulden auf, denn er wollte heiraten. Er, ein einfacher Arbeiter auf den Tulpenfeldern seines Herrn, bemerkte, wie Fremde sich die Klinke in die Hand gaben, um  bei seinem Herrn Tulpenzwiebeln zu kaufen.

Der Beginn der Spekulation

Jan hatte den unscheinbaren Tulpenzwiebelchen bislang keine größere Aufmerksamkeit geschenkt, denn es war seine Arbeit, diese einzupflanzen, das Unkraut zu zupfen und die geschnittenen Tulpen auf den Markt zu tragen. Doch als er sah, wie viel Geld mit den Zwiebeln verdient wurde, packte ihn die Neugier. Eines Tages hörte Jan die Händler über den großen Wert der Tulpenzwiebeln sprechen. Sie erzählten von sagenhaften Gewinnen und wie jeder, der jetzt einsteige, bald reich sein würde. Diese Geschichten weckten Jans Interesse. Er sah, wie die Preise für die Zwiebeln jeden Tag stiegen, und entschloss sich, seine Ersparnisse zu investieren. Er kaufte eine Handvoll wertvoller Tulpenzwiebeln und hoffte auf schnellen Reichtum.

Der Aufstieg

Die Begeisterung für Tulpen griff um sich. Jan konnte seine Zwiebeln bald mit beträchtlichem Gewinn verkaufen. Mit dem verdienten Geld kaufte er noch mehr Zwiebeln. Der Wert der Tulpen stieg und stieg, und Jan fühlte sich wie ein reicher Mann. Nicht nur Jan, sondern auch der Bäcker, der Goldschmied und sogar der Bürgermeister verfielen der Begeisterung. Alle investierten ihre Ersparnisse in Tulpenzwiebeln, überzeugt, dass der Preis immer weiter steigen würde.

Der Fall

Doch plötzlich, im Februar 1637, änderte sich alles. Die Leute wollten nicht mehr die überteuerten Zwiebeln kaufen. Die Preise fielen schnell. Jan versuchte verzweifelt, seine Zwiebeln zu verkaufen, aber es war zu spät. Der Bäcker, der Goldschmied und der Bürgermeister verloren alles. Jan musste seine restlichen Zwiebeln für einen Bruchteil dessen verkaufen, was er dafür bezahlt hatte. Am Ende hatte er nicht einmal mehr seine ursprünglichen 120 Gulden.

Die Lektion

Jan war wieder so arm wie zuvor. Er hatte gelernt, dass die Jagd nach schnellem Reichtum gefährlich ist. Er kehrte zu seiner Arbeit auf den Tulpenfeldern zurück, mit der Hoffnung, dass er eines Tages auf ehrliche Weise genug verdienen würde, um seine Träume zu verwirklichen.

Siehe: Tulpenmanie


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Kommentare

2 Antworten zu „Der ökonomische Laie Jan Hering im Jahre 1636“

  1. Rumpelstilzchen

    Heute gibt es immer noch eine Tulpenmanie, sie heißt nur anders:

    BITCOIN……;-)

  2. Nero Redivivus Hersteller von Holzschuhtanz-Bezügen

    KI-Lockbild wie ein Gemälde vom Weinbrand, nein, äh: vom Rembrandt!

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