EU-Abgeordneter Gerald Hauser spricht über Cyberrisiken und den digitalen Euro
Gerald Hauser. Pressefoto: FPÖ Team Europa

Cyberangriff auf Grundbuch: Hauser warnt vor Risiken des digitalen Euro

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Der Cyberangriff auf das rumänische Kataster- und Grundbuchsystem ist für den freiheitlichen EU-Abgeordneten Gerald Hauser ein Warnsignal: Wenn zentrale staatliche Datenbanken lahmgelegt werden können, müsse die EU auch die Risiken des geplanten digitalen Euro neu bewerten.

Die rumänische Kataster- und Grundbuchbehörde wurde am 14. Juli 2026 Ziel eines Cyberangriffs. Nach Angaben Hausers konnten die betroffenen Systeme nur schrittweise wiederhergestellt werden und seien weiterhin nicht vollständig verfügbar. Dadurch könnten Immobilienkäufe, Kreditvergaben und Investitionen beeinträchtigt werden. Berichte über möglicherweise gelöschte oder manipulierte Daten und Sicherungskopien zeigten die Tragweite eines solchen Angriffs.

„Wenn ein Grundbuchsystem lahmgelegt werden kann, was passiert dann erst bei einem Cyberangriff auf den digitalen Euro?“

Gerald Hauser

Hauser warnt davor, die Abhängigkeit der Bürger von zentralen digitalen Zahlungssystemen weiter zu erhöhen. Der digitale Euro schaffe eine neue kritische Infrastruktur und damit ein potenziell folgenschweres Angriffsziel. Eine Störung könnte nicht nur einzelne Behördenvorgänge verzögern, sondern den täglichen Zahlungsverkehr von Millionen Menschen treffen.

Bargeld bleibt aus seiner Sicht deshalb unverzichtbar. Es funktioniert unabhängig von zentralen Datenbanken und kann auch bei Cyberangriffen, Stromausfällen oder anderen Krisen eingesetzt werden. Opposition24 hatte bereits erläutert, warum Schweden seine Bargeldversorgung seit dem 1. Juli 2026 wieder stärker absichert.

Der freiheitliche Abgeordnete kündigte eine parlamentarische Anfrage an die Europäische Kommission an. Er will wissen, wie Brüssel den Angriff auf das rumänische Grundbuchsystem bewertet, welche Konsequenzen daraus für den digitalen Euro gezogen werden und wer bei einem erfolgreichen Cyberangriff oder einem großflächigen Stromausfall für entstandene Schäden haftet.

Die Sicherheitsfrage darf bei der politischen Werbung für den digitalen Euro nicht zur Fußnote werden. Je stärker Zahlungsverkehr, Identität und Vermögensverwaltung zentralisiert und digitalisiert werden, desto größer werden Schadenspotenzial und gesellschaftliche Abhängigkeit. Ein belastbares Bargeldsystem ist daher kein Relikt, sondern eine unverzichtbare Rückfallebene.

Quelle: Presseaussendung von Gerald Hauser, FPÖ Team Europa, 24. August 2026