Informant: Böllerverbot aus Angst vor „Sprengstoffanschlägen“

red and green fireworks

Das Böllerverbot habe nichts mit der Umwelt zu tun oder der Furcht vor Ausbreitung des Coronavirus, wenn an Silvester größere Menschenmengen zusammen kommen und das neue Jahr zu begrüßen, so ein Informant aus Sicherheitskreisen gegenüber O24.

Vielmehr habe man Angst, dass sich immer mehr Menschen radikalisieren und den Verkauf von Feuerwerkskörpern nutzen könnten, um Material für Sprengstoffanschläge zu horten und Pyrotechnik auf Demonstrationen vermehrt zum Einsatz käme. Daher sei bereits auf der letzten Innenministerkonferenz besprochen worden, in jedem Fall auch in diesem Jahr ein Verbot des Silvesterfeuerwerks zu erwirken, ganz gleich auf welcher Grundlage.

In den Gesprächen, die nicht Bestandteil der offiziellen Liste der Tagesordnung gewesen seien, sei man zu der Einschätzung gelangt, dass das Gewaltpotential durch die Corona-Einschränkungen auch bei bislang unbescholtenen und politisch nicht aktiven Bürgern zunehmen würde. Die meisten aus diesem Personenkreis hätten keine Verbindungen zu extremistischen Gruppierungen und wüssten daher auch nicht, wie man illegal an sogenannte „Polenböller“ oder Waffen herankäme. Es sei aber denkbar, dass sie im Zuge weiterer Zuspitzungen zu ähnlichen Mitteln greifen könnten, wie Gewalttäter aus dem linken Spektrum, beispielsweise „Autonome“. Daher betrachte man das Böllerverbot als sinnvolle Maßnahme, um mögliche Eskalationen zumindest einzuschränken.

Dazu passe auch, so die Quelle, dass es je nach Bundesland, sogar gestattet sei, noch im Besitz befindliche Silvesterkracher in erlaubten Zonen abzufeuern. Damit werde zusätzlich sichergestellt, dass so wenige Gefahrenstoffe wie möglich vorrätig wären und bei Bedarf – etwa im Rahmen von Verzweiflungstaten – eingesetzt würden.

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