Die Geschichte der weißen Sklaverei

Die weiße Sklaverei ist ein weniger bekanntes, aber bedeutendes historisches Phänomen. Es betrifft hauptsächlich die Versklavung von Europäern durch nordafrikanische Piraten und das Osmanische Reich. Diese Praxis erstreckte sich vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, wobei Schätzungen zufolge über eine Million Europäer in dieser Zeit versklavt wurden.

Die Barbaresken-Korsaren

Die Barbaresken-Korsaren, die in nordafrikanischen Städten wie Algier, Tunis und Tripolis ansässig waren, machten durch ihre Raubzüge an europäischen Küsten und Schiffen auf sich aufmerksam. Sie fingen Männer, Frauen und Kinder ein, die dann in die Sklaverei verkauft wurden. Besonders schwer betroffen waren die Küstenregionen des Mittelmeers und des Atlantiks, wo ganze Gebiete aufgrund der ständigen Bedrohung durch Überfälle entvölkert wurden.

Zahlen und Auswirkungen

Der Historiker Robert Davis schätzt, dass zwischen 1530 und 1780 etwa 1 bis 1,25 Millionen Europäer von Barbaresken-Piraten versklavt wurden. Diese Schätzung basiert auf Berechnungen der jährlich benötigten neuen Sklaven, um diejenigen zu ersetzen, die gestorben, geflohen oder freigekauft worden waren.

Die Bedingungen für diese europäischen Sklaven waren hart. Sie mussten oft in Steinbrüchen, bei Bauprojekten oder als Ruderer auf Galeeren arbeiten und ertrugen brutale und tödliche Bedingungen, ähnlich denen, denen afrikanische Sklaven in Amerika ausgesetzt waren.

Historischer Kontext

Obwohl der transatlantische Sklavenhandel, der Millionen von Afrikanern gewaltsam nach Amerika brachte, größer war, hatte der Mittelmeer-Sklavenhandel ebenfalls einen tiefgreifenden Einfluss auf die europäischen Gesellschaften. Die Angst vor der Versklavung durch Barbaresken-Piraten beeinflusste viele Aspekte des Lebens in den Küstenregionen Europas, einschließlich politischer und militärischer Strategien sowie des täglichen Lebens.

Weiße Sklaverei in der Atlantischen Welt

Neben dem Mittelmeerraum gab es auch in Amerika weiße Sklaverei. Vertragsknechtschaft, eine Form der gebundenen Arbeit, die oft zu Zuständen führte, die der Sklaverei ähnelten, war unter Europäern, insbesondere in der frühen Kolonialzeit, weit verbreitet. Viele dieser Knechte waren verarmte Europäer, die ihre Arbeitskraft für eine bestimmte Anzahl von Jahren verkauften, um die Überfahrt in die Neue Welt zu finanzieren.

Fazit

Die Geschichte der weißen Sklaverei beleuchtet die Komplexität des globalen Sklavenhandels und stellt die Vorstellung infrage, dass Sklaverei ausschließlich ein rassistisches Phänomen war, das nur schwarze Afrikaner betraf. Es zeigt, dass Sklaverei eine facettenreiche Institution war, die unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in verschiedenen historischen Kontexten betraf.

Für detailliertere Einblicke siehe:

  1. Ohio State University News
  2. Duke Scholars
  3. Wikipedia-Artikel zur Versklavung von Weißen

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Kommentare

Eine Antwort zu „Die Geschichte der weißen Sklaverei“

  1. Ketzerlehrling

    Sie ist kaum bekannt und wenn, dann wird sie verleugnet, schön geredet, verharmlost.