Im Zuge der immer weiter um sich greifenden Gendergerechtigkeit hat nun auch das Pflanzenreich sein Fett – pardon – sein Chlorophyll abbekommen. Wie die fiktive „Kommission für botanische Gerechtigkeit“ laut einem Beitrag auf dem Satireportal Krautundrüben24.de [Quelle hier verlinken] beschlossen haben soll, müssen sämtliche Pflanzennamen ab sofort auf ihre sprachliche Diskriminierungsfreiheit überprüft werden.
Den Anfang macht ein Klassiker aus dem Kräuterbeet: Petersilie. Der männlich geprägte Name sei nicht länger tragbar, da er den Eindruck erwecke, nur Männer dürften dieses Küchenkraut verwenden oder gar anbauen. Die Lösung: Petrasilie – geschlechterneutral, klimafreundlich und völlig chlorophyllinklusiv.
Auch andere Pflanzen stehen auf der Liste der Reformbotaniker. Aus dem Johanniskraut soll demnächst das „Jo-Hanna-Kraut“ werden, um patriarchale Kräuterstrukturen aufzubrechen. Der Baldrian wird zu „Bald*Rian“, um Raum für individuelle Interpretation zu lassen. Und beim Frauenmantel wird diskutiert, ob auch Männer sich endlich darin wohlfühlen dürfen – Vorschlag: „Menschenmantel“.
Kritiker, die meinen, man solle doch bitte einfach mal den Spaten im Beet lassen, wurden bereits durch ein sensibles Lavendelöl-Bad beruhigt und zum Workshop „Unkraut ist auch nur ein Schimpfwort“ eingeladen.
Was als nächstes kommt? Vielleicht müssen bald auch Obstsorten gendern. Die Birne könnte zur „Birnin“ werden, damit sie sich neben dem Apfelmann nicht unterrepräsentiert fühlt.
Eins ist sicher: Im Garten wächst nicht nur das Gemüse, sondern auch die politische Korrektheit. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens der Giersch sich raushält – der hat eh schon keinen guten Ruf.



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