Gendergerechtigkeit endlich auch in der Europahymne!

Brüssel – Die Diskussion um Gendergerechtigkeit hat nun auch die ehrwürdigen Hallen der europäischen Institutionen erreicht. Nach intensiver Debatte über gendergerechte Sprache in Verfassungen, Gesetzestexten und Schulbüchern, richtet sich der Fokus jetzt auf ein bedeutendes Symbol europäischer Einheit: Die Europahymne, Beethovens „Ode an die Freude“.

Seit 1972 schallt die Hymne über die Gipfel der europäischen Integration, doch nun mehren sich die Stimmen, die eine Überarbeitung des Textes fordern. Schließlich ist es in Zeiten des gesellschaftlichen Fortschritts untragbar, dass die Hymne der Europäischen Union in einer Sprache verfasst ist, die jegliche geschlechtliche Vielfalt ignoriert.

Warum gendern?

Die „Ode an die Freude“ – oder besser gesagt „Ode an die (damals exklusive) männliche Freude“ – ist ein Meisterwerk der Musikgeschichte, das jedoch unter dem Filter der heutigen sozialen Gerechtigkeit gründlich hinterfragt werden muss. Ein Text, der „Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium“ besingt, verschließt sich dem Gedanken, dass Freude auch ein „Sohn“, ein „divers Kind“ oder schlicht eine „nicht-binäre Person“ aus Elysium sein könnte.

Es stellt sich also die Frage: Warum sollte die Hymne, die für die europäische Wertegemeinschaft steht, nicht alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Identität repräsentieren? Die Antwort: Sie sollte es, und zwar sofort!

Der Vorschlag: Eine „Ode an die Gerechtigkeit“

Nach zahlreichen Workshops und Expertenrunden, in denen Soziologinnen, Genderforscherinnen und Sprachwissenschaftler*innen aufeinandertrafen, liegt nun ein Vorschlag für die neue Version der Hymne vor. Die „Ode an die Freude“ wird zu einer „Ode an die Gerechtigkeit“ – genderneutral, inklusiv und zukunftsweisend.

Textvorschlag:

Freude, schöner Götterfunken,

Kinder aus Elysium,

Wir betreten freudetrunken,

Unser aller Vielfaltstum

Freundschaft aller Ge-he-he-schlechter,

Wo dein queerer Flügel weilt.

Geschwister, vereint in Freude,

Freiheit, die uns alle eint.

Dieser Text zielt darauf ab, die Vielfalt und Einheit der europäischen Bevölkerung zu betonen, ohne eine spezifische Geschlechterrolle zu bevorzugen. „Kinder aus Elysium“ und „Geschwister“ ersetzen dabei die veralteten Konzepte von „Tochter“ und „Brüder“. Die Worte „Vielgestaltig unser Glück“ tragen der pluralistischen Gesellschaft Europas Rechnung und laden zu einem offenen Miteinander ein.

Reaktionen aus Europa

Die Reaktionen auf diesen Vorschlag sind gemischt. Während progressivere Kreise die Veränderung als längst überfällig begrüßen, gibt es auch kritische Stimmen, die befürchten, dass der ursprüngliche Geist der Hymne verloren geht. Ein britischer Abgeordneter, der namentlich nicht genannt werden möchte, äußerte sich folgendermaßen: „Wenn wir schon dabei sind, können wir doch gleich die ganze EU neu gendern und den Brexit rückgängig machen.“

Doch ungeachtet der Kontroversen schreitet der Prozess voran. Es wird erwartet, dass die EU-Kommission in Kürze ein weiteres Expertengremium einberufen wird, um den Textvorschlag zu prüfen und Anpassungen vorzunehmen. Gerüchten zufolge soll sogar eine Genderquote für die Besetzung dieses Gremiums gelten.

Fazit

Die „Ode an die Gerechtigkeit“ ist ein Schritt in die richtige Richtung, hin zu einem Europa, das wirklich alle Menschen in ihrer Vielfalt repräsentiert. Ob Beethoven das gewollt hätte? Das bleibt ungewiss. Aber eins ist sicher: Auch der große Meister der Musik hätte sich dem Wandel der Zeit nicht verschlossen.

So erhebt sich nun das vereinte Europa – singend, gendergerecht und vor allem stolz auf seine Fortschritte.

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