In einem bahnbrechenden Schritt zur Verbesserung des öffentlichen Friedens hat Berlin nun die erste „Hatespeech-freie Zone“ Deutschlands eingeführt. Die Zone erstreckt sich über den gesamten Alexanderplatz, den Kurfürstendamm und, natürlich, die Gegend um den Reichstag. Hier herrscht ab sofort das strikte Verbot von beleidigenden, diskriminierenden oder anderweitig unangenehmen Äußerungen – es sei denn, sie sind gut begründet, wie zum Beispiel gegen rechts und nicht lauter als ein Flüstern.
„Wir wollen Berlin zu einem Ort machen, an dem sich jeder sicher fühlen kann – zumindest, solange er nicht online ist“, erklärte ein Vertreter des Berliner Senats. Zur Durchsetzung dieses historischen Vorstoßes patrouillieren ab sofort speziell geschulte „Wortpolizisten“ durch die Straßen. Ausgestattet mit Schallmessgeräten und einem digitalen Duden, prüfen sie jeden Satz, der lauter als 20 Dezibel geäußert wird, auf seine emotionale Sicherheit.
Das Konzept findet bereits großen Anklang. „Endlich kann ich den Kurfürstendamm entlang schlendern, ohne Gefahr zu laufen, dass jemand etwas Unhöfliches sagt“, freut sich eine Passantin. Andere loben die schrittweise Erweiterung der Zone. „Als nächstes sollten wir darüber nachdenken, Floskeln und Phrasen mit geringer intellektueller Substanz zu verbieten“, schlägt ein besonders begeisterter Bürger vor. „Wenigstens am Prenzlauer Berg.“
Doch nicht jeder ist begeistert. Kritiker befürchten, dass Berlin damit sein buntes, raues Image verliert. „Was ist das nächste? Eine Ironie-freie Zone?“ mokiert sich ein Berliner Urgestein. Der Senat bleibt jedoch standhaft und plant bereits, die Hatespeech-freie Zone um weitere sprachliche No-Go-Areas zu erweitern. Denn eines ist klar: In Berlin sollen nicht nur Waffen, sondern auch Worte ihren Schrecken verlieren.


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16 Kommentare zu „Berlin richtet erste „Hatespeech-freie Zone“ ein: Endlich Ruhe vor bösen Worten“