Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es voran! Wirklich? In welcher Hinsicht kann man von einem historischen Auftritt sprechen, den da die Herren Trump, Vance und Zelensky auf der großen Bühne hingelegt haben?
Schnell machte es die Runde, dass Donald Trump gegen Ende des Showdowns das rechte Äuglein zusammen gekniffen hat, wie im obigen Standbild zu sehen. Das war kein Zufall. Trump kennt durch seine jahrelange Fernsehshow The Apprentice alle Tricks und weiß, wann man wie in welche Kamera schauen muss und wohin das Gesicht gedreht wird, wenn ein Ausdruck nicht aufgezeichnet werden soll.
Was bedeutete die Geste? Hatte man sich abgesprochen, den ukrainischen Komiker vorzuführen und Trump war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden? Kann man von Scripted Reality sprechen, mit der die Öffentlichkeit getäuscht werden soll? Welchen Effekt haben solche Momente vor laufenden Kameras beim Publikum? Ich denke da an die ikonische Trump Faust, nach dem Attentat. Und jetzt wieder eine Szene, die im Gedächtnis bleiben wird. Und es folgen die üblichen Reaktionen.
Weder Trump noch Vance haben Zelensky zusammengeschrien, wie die Hofberichterstatter lügen, sondern klar gemacht, wer der Chef im Ring ist.
Kurz danach twittert Friedrich Merz, dass „wir“ an der Seite von Zelensky stehen.

Das sollte uns bei aller Skepsis gegenüber der Authentizität der Ereignisse im Weißen Haus am meisten Bauchschmerzen machen. Der möglicherweise nächste Bundeskanzler stellt uns an die Seite der Verlierer und provoziert die USA noch vor Amtsübernahme ein weiteres Mal. Da kann man sich auch gleich ganz offiziell um Deutschland als Austragungsort für die dritten Weltkriegsspiele bewerben.


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9 Kommentare zu „Wem hat Trump denn da ein Äuglein gekniffen?“