Wandlitz: Toter Demonstrant angeblich an Corona gestorben

Boris Pfeiffer V-spectrum, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Boris „Yellow“ Pfeiffer war 24 Jahre Teil der Mittelalter Rockband In Extremo. Im letzten Jahr soll er die Band im Streit verlassen haben. Weil er „Impfgegner“ sei, so Gerüchte, die von der Tagespresse gestreut werden. Am Montag starb er nach oder während einer Polizeimaßnahme in Wandlitz.

Anders, als die Polizei in einer ersten Mitteilung dargestellt hatte, begleiteten Beamte ihn und seine Lebensgefährtin nach Abschluss der Maßnahme zu ihrem Fahrzeug. Auf dem Weg dahin sei er dann zusammengebrochen, heißt es jetzt. Zuvor war er mit anderen Demonstranten eingekesselt worden und soll zweimal versucht haben, die Polizeikette zu durchbrechen. Daraufhin habe die Polizei ihn später aus der Menge gefischt und die Personalien aufgenommen. Das klingt alles recht harmlos, war es aber wirklich so? Von der Maßnahme soll es Videoaufnahmen geben, die bisher noch nicht veröffentlicht worden sind.

Und weiter litt der Musiker an Asthma und habe Anzeichen einer Corona-Infektion aufgewiesen. Ein Ergebnis der Obduktion steht allerdings noch aus. Selbst, wenn ein PCR-Test ein positives Ergebnis aufweisen sollte, wäre das kein zuverlässiger Nachweis. Das stört die Hofberichterstatter aber nicht, diesen Verdacht in die Welt zu setzen. Laut Pressecodex übrigens ein Verstoß, der eine Rüge zur Folge hätte, hat er aber nicht.

Aus welchem Grund also sollte man den offiziellen Verlautbarungen noch Glauben schenken?

Ein Kommentar

  1. Da kann man nur hoffen, dass es zu der „Ingewahrsamnahme“ aussagekräftige Bilder gibt. Die Sache scheint ein Geschmäckle zu haben
    Offenbar waren Zeugen (Lebensgefährtin) dabei, die vermutlich und hoffentlich alles mitbekommen haben, von der „Maßnahme“. Diese Geschichte muss man auf jeden Fall scharf im Auge behalten.
    Bei der „Gerichtsmedizin“ ist – je nachdem wer da „herumfuhrwerkt – auch schon das eine oder andere „versehentlich unter den Tisch“ gefallen.

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