Paul Craig Roberts | Vor kurzem trank ich mit einem Freund ein Bier. Das Attentat auf Charlie Kirk kam zur Sprache. Wir fragten uns, ob Kirks Ermordung eine Art Weckruf auslösen würde.
Mein Freund meinte, die Serie Yellowstone habe bereits ein Erwachen gezeigt und Kirks Ermordung würde es noch verstärken. Yellowstone war eine lange, sehr beliebte Serie. Ich habe sie nicht gesehen, da ich keine Zeit für Unterhaltungsplattformen habe. Für mich ist das Leben nur Arbeit. Aber die Beschreibungen meines Freundes von den Figuren Beth Dutton, ihrem Vater und dem Ranch-Vorarbeiter sowie deren Popularität unter den Zuschauern deuten darauf hin, dass Yellowstone sehr aufrüttelnd war.
Nach einigem Nachdenken kam ich zu dem Schluss, dass Beth und ihr Vater, der Besitzer der großen Yellowstone-Ranch, die richtige Art von Menschen sind – entschlossen, illusionslos, fähig, eine Lebens- oder Todessituation zu erkennen, wie der Karikaturist Scott Adams: Sie verstanden, dass sie dem gleichen Schicksal gegenüberstanden wie die römischen Siedler in Britannien, als die Legionen abgezogen wurden.
Wie die Römer, die Britannien verließen, wurde auch der Schutz für weiße Ethnien aufgehoben – wie Großbritanniens muslimische Innenministerin gerade deutlich machte, indem sie die Polizei gegen die einheimische britische Bevölkerung hetzte, nicht gegen die Einwanderer-Invasoren. Die Lage ist in jedem weißen Land der westlichen Welt dieselbe.
In der Serie Yellowstone ließen sich Vater und Tochter von den schlechten Aussichten nicht entmutigen. Für seine Sitten, Werte, Familie und Traditionen zu kämpfen, ist eine Pflicht – unabhängig von den Erfolgsaussichten. Ich erinnere mich an ein altes angelsächsisches Gedicht, ich glaube, es war „Die Schlacht an der Malvern-Brücke“. Darin sagt der englische Graf seinen Truppen im Kampf gegen die Wikinger: „Je mehr unsere Zahl schwindet, desto stärker muss unser Wille werden.“
Weiße Ethnien aller Nationalitäten – ob englisch, französisch, deutsch, polnisch, ungarisch oder russisch – stehen vor derselben Bedrohung, der die Engländer an der Malvern-Brücke gegenüberstanden.
Doch werden sie für ihre Werte und ihr Leben kämpfen? Oder werden sie im Multikulturalismus untergehen und ausgelöscht werden?
Es brauchte Alfred den Großen, um England für die Engländer zu sichern. Wer aber ist da, um die Zukunft der weißen Ethnien zu sichern?
In Das Heerlager der Heiligen kam Jean Raspail zu dem Schluss, dass weiße Ethnien zu sehr gegen sich selbst indoktriniert wurden, um sich noch verteidigen zu können. Wird die Ermordung Charlie Kirks die Amerikaner einschüchtern – oder wird sie sie aufwecken?

