Verbraucherzentrale warnt vor Preis-Hammer bei Nebenkosten

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Die Verbraucherzentrale warnt, dass die Nebenkostenabrechnung in diesem Jahr die steigenden Energiekosten nur bedingt widerspiegeln werde. „Der Preis-Hammer kommt im nächsten Jahr auf die Verbraucher zu“, sagte Energie-Experte Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Viele Preiserhöhungen im vergangenen Jahr seien vergleichsweise moderat gewesen. Die große Preiswende bei Strom und Gas habe es zum Jahreswechsel gegeben. Und auch Vermieter, die ihren Öltank in diesem Jahr füllen mussten, geben die Mehrkosten erst mit der Abrechnung im kommenden Jahr weiter.

Sieverding geht davon aus, dass Versorger im laufenden Jahr die Preise weiter erhöhen werden. „Wann und um wie viel hängt auch mit der Beschaffungsstrategie der Unternehmen zusammen“, so der Energie-Experte. Erste Hinweise auf Strompreiserhöhungen im Juli oder August – also im Monat vor beziehungsweise nach Abschaffung der EEG-Umlage, die Verbraucher eigentlich entlasten soll – gebe es bereits.

Das bereitet Sieverding auch Sorge. „Passen Versorger die Preise an, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Die Unternehmen wissen jedoch, dass es zurzeit keine attraktiven Schnäppchen für Verbraucher gibt“, sagte er. Entsprechend bestehe die Gefahr, dass einige Versorger im Windschatten des Ukraine-Krieges versuchen würden, die Margen hochzuschrauben und „sich die Taschen voll zu machen“. „Wir haben erste Strompreise gesehen, die absurd hoch waren. Das grenzt an Mondpreise“, so Sieverding.

4 Kommentare

  1. Was sollen diese „Warnungen“ eigentlich ? Wird die Rechnung denn dadurch geringer ?
    Wenn es knallt im Portemonnaie, dann knallt es ! Man darf davon ausgehen, dass die Betroffenen dies dann beizeiten merken.

    Die „Warnenden“ weisen schließlich – völlig zurecht – darauf hin, dass die Verbraucher sowieso im Falle einer schamlosen Ausnutzung der von kriminellen Polit-Clowns zu verantwortenden Preisexplosion keine Ausweichmöglichkeiten haben werden, aller Voraussicht nach, und demnach vor der Frage stehen werden: Heizkredit aufnehmen, oder im Wohnzimmer ein Iglu bauen und mit Walfett einreiben.

  2. Es müßte verboten werden – und im III. Reich und zumindest im Krieg war es tatsächlich verboten – daß die Preise für lebenswichtige Güter nur aufgrund ihrer Verknappung erhöht werden, ohne daß sich der Einkaufspreis erhöht hat. Aber diese finstere Zeit liegt ja nun hinter uns …
    Die ganzen Ankündigungen von Preiserhöhungen sind eigentlich verdeckte Preisabsprachen, die zumindest vor 30 Jahren auch in der BRD kartellrechtlich verboten waren!
    Wir im Osten haben ja unter allem möglichen gelitten, aber bestimmt nicht unter regulierten und vor allem für jeden erschwinglichen Energiepreisen!

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