USA liefern geächtete Streumunition an die Ukraine

Laut übereinstimmenden Medienberichten planen die USA, der Ukraine die international geächtete Streumunition zu liefern. Nachrichtenagenturen wie AP und Reuters, der US-amerikanische Radiosender NPR, der Nachrichtensender CNN und die „New York Times“ haben aus Regierungskreisen erfahren, dass die offizielle Bekanntgabe der Pläne für Freitag erwartet wird.

Das Pentagon soll Tausende Munitionssätze als Teil eines neuen militärischen Hilfspakets im Umfang von rund 800 Millionen US-Dollar zur Verfügung stellen. Ziel ist es, Streumunition mit einer geringeren Quote an Blindgängern zu liefern, um die Anzahl ziviler Opfer zu verringern. Pentagon-Sprecher Pat Ryder wollte die Medienberichte jedoch nicht bestätigen und erklärte: „Ich habe heute nichts Konkretes zu verkünden.“ (Quelle: Tagesschau)

Für den ukrainischen Präsidenten ist das indes nicht genug. Er fordert den präventiven Nuklearschlag gegen Russland.

Aufgrund der verheerenden Auswirkungen hat die internationale Gemeinschaft das Übereinkommen über Streumunition verabschiedet. Dieser völkerrechtliche Vertrag verbietet die Nutzung, Produktion, Lagerung und den Handel mit Streumunition. Darüber hinaus fordert das Abkommen die Räumung verseuchter Gebiete, die Unterstützung der Opfer sowie die Vernichtung der vorhandenen Bestände. Die USA erkennen das Abkommen ebenso wie den internationalen Gerichtshof in Den Haag nicht an.

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