Wie Cointelegraph berichtet, steht die Ukraine vor einer weitreichenden Entscheidung: Ende August will das Parlament über ein neues Gesetz zur Regulierung von Kryptowährungen abstimmen. Offiziell geht es um „Rechtsklarheit“ und den Ausbau der digitalen Wirtschaft – inoffiziell dürfte es aber auch um Kontrolle und Überwachung der Krypto-Szene gehen.
Die Regierung verkauft das Vorhaben als Modernisierungsschub, der internationale Investoren anlocken und den heimischen Markt stärken soll. Kritische Stimmen im Land befürchten jedoch, dass damit vor allem der staatliche Zugriff auf Wallets, Transaktionen und Nutzeridentitäten ausgeweitet wird. Besonders brisant: Das Gesetz könnte verpflichtende KYC-Prozesse (Know Your Customer) für alle Plattformen einführen – selbst für kleine Peer-to-Peer-Marktplätze.
Sollte das Gesetz in dieser Form kommen, wäre das für viele Krypto-Nutzer das Ende der finanziellen Privatsphäre in der Ukraine. Anonyme Transaktionen würden praktisch unmöglich, und der Staat hätte die totale Kontrolle über jeden digitalen Cent – ein Albtraum für alle, die Kryptowährungen gerade wegen ihrer Unabhängigkeit nutzen.

