Donald Trump wird oft mit einem Mafiaboss verglichen, doch dieser Vergleich greift zu kurz – oder vielmehr: Er ist zu harmlos. Die Mafia, so skrupellos sie ist, lebt von Berechenbarkeit, von klaren Regeln im Schatten der Illegalität. Trump hingegen agiert wie ein chaotischer Despot, der selbst die Grundsätze organisierter Kriminalität unterläuft. Sein erratisches Verhalten in der Handelspolitik, seine willkürlichen Zollerhöhungen und das Brechen von Vereinbarungen machen ihn nicht nur unberechenbar, sondern gefährlich für die globale Wirtschaft – und das sagen nicht nur Kritiker wie René Zeyer, sondern auch Kommentatoren unter seinem Artikel auf Inside Paradeplatz.
Die Mafia, so beschreibt es Zeyer, bietet Schutz gegen Geld – ein perfides, aber kalkulierbares Geschäft. Wer zahlt, weiß, woran er ist. Trump hingegen versteht weder Handelsbilanzen noch die Bedeutung von Dienstleistungen und ändert Zölle nach Laune. Die Schweiz etwa sah sich plötzlich mit einer Erhöhung von 15 auf 39 Prozent konfrontiert, mal mit, mal ohne Goldexporte. England wartet vergeblich auf versprochene Zollerleichterungen, Japan und China tappen im Dunkeln, und die EU weiß nicht, was sie kaufen oder leisten muss. Kommentator „GrumpyOldGuy“ zitiert Trump selbst: „I know exactly what I’m doing“, nur um in wirren Aussagen zu enden, die jede Planungssicherheit zunichtemachen. „Propellerlogik“ nennt ein anderer Leser diese zirkuläre Argumentation, die Gegner sprachlos zurücklässt. Doch wo die Mafia mit Berechenbarkeit punktet, sorgt Trumps Unberechenbarkeit für Chaos. Unternehmen, die auf Planungssicherheit angewiesen sind, ziehen sich zurück, weil das Risiko USA zu groß wird. „Immer mehr Unternehmen werden sich überlegen, wie sie das Risiko US-Markt minimieren können“, warnt Zeyer – ein Punkt, den Kommentator „Daniel Meier“ aufgreift: Wer sich nicht an Regeln hält, ist kein guter Partner.
Doch nicht alle Leser stimmen Zeyer zu. „Unverzeyerlich“ wirft ihm vor, die Mafia zu romantisieren, und betont die Brutalität des organisierten Verbrechens, während „Zacktrump“ Zeyers Kritik als emotionale Anti-Trump-Tirade abtut. „Reto Studer“ spricht gar von „TDS“ (Trump Derangement Syndrome), als wäre die Kritik pathologisch. Andere, wie „honmember“, sehen in Zeyers Text ein weiteres Beispiel für „pueriles Trump-Bashing“, das die Wiederwahl Trumps nicht verhindern konnte. Sie fordern Selbstkritik bei den „Linksprogressisten“ und Medien wie Inside Paradeplatz. Dennoch bleibt der Kern der Kritik bestehen: Trumps Unberechenbarkeit destabilisiert. Kommentator „U. M. Huber“ betont, dass „der Schaden, den er angerichtet hat, erst in Zukunft sichtbar wird“. Ob es nun seine wirren Monologe über den Rasen in Washington oder die Entlassung der Leiterin des statistischen Bundesamts ist – selbst die Mafia, so Zeyer, würde nicht so weit gehen. „Toms“ bringt es auf den Punkt: „Mit Trump wurde die Demokratie geschwächt, an den Fundamenten gerüttelt.“ Während einige Leser wie „Hans Gerhard“ Zeyers Stil feiern, sehen andere wie „Marc O Polo“ nur einen Autor, der Hollywood-Mafia mit der Realität verwechselt. Doch eines ist klar: Trumps chaotische Politik lässt selbst die Mafia wie ein Muster an Verlässlichkeit erscheinen.
Quelle: Inside Paradeplatz

