Skandalöser Merz-Auftritt vor Schulkindern

»Angst vor Putin ist der schlechteste Ratgeber«

#nichtmeinkanzler Merz betreibt Kinderfrühkonditionierung

»Der Schlüssel zur Macht ist der Zugriff auf das Kind«
(-Rechtsanwalt Edgar Siemund)

Ein Auftritt von Friedrich Merz im Sat.1-Format „Kannste (nochmal) Kanzler?“ nur wenige Tage vor der Bundestagswahl geht in den sozialen Medien viral. Im Gespräch mit Kindern der Tesla-Schule (Gemeinschaftsschule Pankow) beantwortet der CDU-Politiker unter anderem Fragen zum Krieg in der Ukraine.

Dabei lässt der möglicherweise unter heftigen Bedrohungswahnpsychosen und durch Überheblichkeit und Selbstüberschätzung gezeichnete Wahnvorstellungen leidende russophobe Fritze Merz gegenüber den angstgetriebenen jungen Schulkindern einer möglichen Eskalation seiner Kriegspropaganda freien Lauf und bekräftigt seine Absicht, Taurus-Raketen in die Ukraine zu schicken.

„Angst vor Putin zu haben, ist der schlechteste Ratgeber“, sagte Putinhasser Merz. Seine Äußerungen haben in den sozialen Medien eine Welle der Empörung ausgelöst, dennoch wurde Merz kurze Zeit später Bundeskanzler.

Größenwahn, auch als Megalomanie bekannt, ist laut dem ‚Lexikon der Psychologie‘ eine übersteigerte Geltungssucht, eine nicht begründete Selbstüberschätzung und Selbsterhöhung von Kraft, Fähigkeit, Begabung etc.. Größenwahn hat je nach Zeit und Gesellschaft unterschiedliche Schwerpunkte bzw. Unterformen, z.B. der politischer Wahn: der Glaube, ein führender Politiker zu sein oder zu politischen Missionen berufen zu sein.

Der renomierte Psychotherapeut und klinische Psychologe Theodor Itten schrieb in seinem Buch „Größenwahn. Ursachen und Folgen der Selbstüberschätzung“: „Größenwahn ist die Überschätzung des Ichs und der Versuch, andere Menschen von der eigenen fantasierten Grandiosität zu überzeugen.“

Die krankhafte Selbstüberschätzung tritt meist mit den fünf Eigenschaften des krankhaften Narzissmus auf: Egozentrik, Empathiemangel (im konkreten Fall das Verhalten von Fritze Merz gegenüber dem kleinen, verängstigten Jungen), Empfindlichkeit, Externalisierung und die Entwertung anderer. Größenwahn kann eines der Symptome sein bei narzisstischen Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie, Manie oder Psychosen.

Beutelsbacher Konsens: „Gemäß dem Überwältigungsverbot (auch: Indoktrinationsverbot) dürfen Lehrkräfte Schülern nicht ihre Meinung aufzwingen, sondern sollen Schüler in die Lage versetzen, [..]“ (-Wikipedia)

Der Beutelsbacher Konsens greift im Fall einiger Aussagen von Friedrich Merz allerdings nur bedingt, weil Merz keine Lehrkraft dieser Schule ist und auch kein Lehrkörper mit im Raum war um ggf. hätte eingreifen können, ja müssen. Man könnte aber dem verantwortlichen Schuldirektor und dem Klassenlehrer für die nicht vorhandene Aufsichts- und Fürsorgepflicht gegenüber den ihnen Anvertrauten vorwerfen. Schule sollte auch als Schutzraum verstanden werden, in dem Kinder und Jugendliche vor politischer Agitation geschützt werden – zumindest wenn die Themen nicht ausgewogen und differenziert behandelt werden. Es bleibt zu hoffen, daß wenigsten einige Eltern rebellieren werden.

Helmut Schnug / Kritisches-Netzwerk.de

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