Sind wir verrückt und lassen uns schon wieder gegen Russland verheizen?

Nach der Katastrophe des 2. Weltkrieges langte es uns Deutschen mit sämtlichen Kriegen aller Art. Derzeitigen Außenministern, die Stalingrad für einen Badeort und Goethe für eine hunderttausende Kilometer entfernte Straße halten, dürfte nicht bekannt sein, dass Deutschland gegen mehr als Vierzig Staaten auf sämtlichen Kontinenten gleichzeitig Krieg geführt hatte. In der Nachkriegszeit war man in Deutschland so allergisch gegen Kriege, dass man das revolutionäre Kriegsdienstverweigerungsrecht als allgemeines Grundrecht einführte. Das dürfte auf der Welt bis heute einmalig geblieben sein. Es erhellt die politische Szene rund um Kanzler Adenauer Anfang der 1950-er Jahre, den die Alliierten aber schon wieder bedrängten, Deutschland aufzurüsten und gegen Russland zu wenden. Adenauer ließ sich angesichts der in Berlin und Ostdeutschland stehenden Sowjetarmee darauf ein und wurde von pazifistisch gesinnten SPD-Führern als „Kanzler der Alliierten“ bezeichnet. Die neue Bundeswehr wurde 1955 strategisch gegen Russland gerichtet und hätte im Konfliktfall zunächst auf eigene deutsche Soldaten schießen müssen, die in Ostdeutschland als Nationale Volksarmee gegen den Westen aufgestellt worden waren.  Beide Großmächte – die Westalliierten und die Sowjetunion – hatten also deutsche Vasallenarmeen, die sich zunächst einmal selbst aufrieben, bevor womöglich eigene Soldaten dran gewesen wären. Die Groteske, dass deutsche Piloten heute noch mit US-amerikanischen Atomwaffen auf Knopfdruck des Weißen Hauses ins tödliche Risiko geschickt werden können, bezeichnet man als „nukleare Teilhabe“. 

Die USA stützen sich in ihren Kriegen auf Marionettenregierungen und schicken andere vor


Jedem halbwegs informierten Betrachter müsste dämmern, dass die heutige Situation eines angeblichen „Zeitenwende“- Krieges gegen Russland den 1950-er Jahren frappant ähnelt. Genau so, wie die deutsche Regierung 1955 von den US-Westalliierten umgedreht worden war, mutet die Situation heute an. Der Frieden der 1990-er Jahre mit persönlichen Freundschaften deutscher und russischer Regierungschefs wurde von Westen her abgewürgt. Stichworte sind der Umsturz am ukrainischen Maidan mit der ukrainisch-stämmigen US-Politikerin Nuland vorneweg und der gigantische Natoaufmarsch an der russischen Peripherie, der das Land plattgedrückt hat. An der Front schicken die US-Alliierten andere vor, die Drecksarbeit zu erledigen: Die Ukraine sollte das jahrhunderte alte Hin- und Her der Krimbesitzung erneut zu ihren Gunsten wenden. Hinter diesem „edlen Ziel“ verbirgt sich nichts anderes als die Aufgabe, der US-Armee und Nato den Zugang zum Schwarzen Meer freizuschießen, von dem aus man Russland von der Westhemisphere ausblocken und womöglich einnehmen kann. So einfach können strategische Züge aussehen, auch wenn man sie mit erfundenen oder wahren Rührstories und hübschen Puppen mit lebensgefährlich-dreisten Sprechzetteln zu verdecken sucht.

Schluss mit der deutschen Selbstaufopferung zugunsten der durchgeknallten Globalisten

Die USA liefern der Ukraine aktuell noch keine schweren Panzer. Sie wollen aber, dass wir sie liefern. Dieser Widerspruch löst sich – fürs erste – mit der typischen US-Doktrin: Mit schweren Panzern würden die USA den Russen massiv entgegentreten und wären auch  selber richtig dran. Nach Mitteilung russischer Spitzenpolitiker fahren russische Atom-U-Boote mit kaum abwehrbaren Hyperschall-Atomraketen vor der US- Küste. Das ändert das Gefahrenbild aus Sicht des Weißen Hauses ganz erheblich. Man schickt andere in den Krieg, hält sich selbst aber hinter den Fronten. Also ist Zurückhaltung angesagt. Diese Doppelbödigkeit müsste den Berliner Altparteien trotz aller Mängel an historischem Gedächtnis auffallen und gerügt werden samt Konsequenzen. Aber genau das Gegenteil geschieht. Vorweg ein angeblich oppositioneller Multimillionär aus früheren Diensten der US-Hochfinanz und hinterher eine Blase, die sich nach Umfragen weitgehend von der Zustimmung im Volk entkoppelt hat, legt man Treueschwüre auf den doppelten Boden ab. Als Folge wird unser Land schon wieder für Stellvertreterkriege  missbraucht. Damit muss Schluss sein. Der unlösbare Ukrainekrieg muss nach koreanischem Vorbild eingefroren und beendet werden, bevor wir selbst wieder in einer Katastrophe ähnlich dem 2. Weltkrieg enden. 

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