Wie t-online und weitere Jubelmedien schreiben, spricht der ukrainische Präsident offen von einem „signifikanten Ergebnis“ nach jüngsten Drohnenangriffen auf mehrere russische Militärflugplätze. Und damit nicht genug. Selenskyj kündigt an, diese Strategie weiter auszubauen – Kiew werde „die feindlichen Kapazitäten systematisch zerstören“, heißt es. Auch westliche Langstreckenwaffen könnten dabei eine Rolle spielen. Russlands Verteidigungsministerium schweigt derweil auffällig.
Das würde bedeuten, dass Putin nichts anderes mehr übrig bleibt, als die NATO als Kriegspartei zu betrachten, wie er es immer wieder angekündigt und sich dann doch um eine klare Antwort herum gewunden hat. Tut er es jetzt wieder nicht, droht ihm Machtverlust, denn russische Hardliner fordern erneut den Nuklearschlag gegen die Ukraine. Auch dazu hat Putin eine Drohkulisse aufgebaut und die Nukleardoktrin im letzten Jahr derart aufgeweicht, dass ein Nuklearschlag auch gegen Nicht-Atommächte „erlaubt“ ist. So gesehen war die ukrainische Geheimdienstoperation – offiziell ohne Wissen der USA – ein voller Erfolg. Putin ist unter Druck geraten und muss mit einer drastischen Reaktion Gesicht wahren. Man setzt offenbar darauf, dass ihm das nicht gelingen wird. Der Schuss könnte aber auch nach hinten los gehen, wenn von Russland sogenannte taktische Atomwaffen gegen die Ukraine eingesetzt werden und westliche Unterstützer die Ukraine wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Mit Friedrich Merz als Bundeskanzler hat Deutschland keine gute Wahl getroffen, um es vornehm auszudrücken, wenn es darum geht, nicht schon wieder auf der Verliererseite zu stehen.


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12 Kommentare zu „Selenskyj feiert jeden Treffer. Zieht Putin die nukleare Option in Betracht?“