Schweizer Neutralität hängt am seidenen Faden

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Es ist ein böses Spiel. Die Bundeswehr entsorgt ihre ausgedienten Panzer in die Ukraine und nennt das Unterstützung. Dann wird bekannt, dass es kaum noch Munition für den Gepard gibt. Die Kriegstreiber-BILD sorgt für die entsprechende Empörung und dann kommt die Schweiz ins Spiel.

Kriegsmaterialausfuhr an Staaten, die sich im Krieg befinden, ist gemäss der Schweizer Verfassung verboten, das hinderte aber den Bundesrat nicht daran, dem Lieferanten OC Oerlikon (früher Oerlikon-Bührle) grünes Licht geben, den Deutschen im Kampf gegen die Russen, welche die Ukraine angreifen, solche Munition zur Verfügung zu stellen, so  Klaus Stöhlker auf insideparadeplatz. Zum Glück habe das Parlament den Bundesrat zurückgepfiffen.

Auf kurz oder lang aber wird die Schweiz ihre Neutralität nicht aufrecht erhalten können. Brüssel sieht jetzt die Chance für eine „gemeinsame europäische“ Armee mit „schneller Eingreiftruppe“ gekommen. Und die NATO freut sich mit Schweden, Finnland und weiteren Interessenten auf neue Mitglieder, denen es gar nicht schnell genug damit geht, sich vor Russland schützen zu lassen. Und ganz im Sinne der NWO-Geldpolitik, hat Putin mit Polen und Bulgarien den ersten Ländern den Gashahn zugedreht, weil sie nicht mit Rubel bezahlen. Das soll den Dollar als Leitwährung schwächen, eine Aufwertung des Rubels käme Russland aber teuer zu stehen. Die Turbulenzen in der Finanzwelt, die auf längere Sicht daraus entstehen, beschleunigen nur den Umstieg auf eine Weltkryptowährung, die dann „sicherer“ und „stabiler“ als der gehypte Bitcoin ist. Die Schweiz als Finanzzentrum muss ihr Geschäftsmodell entsprechend überarbeiten. Bankengeheimnis und Neutralität passen dann nicht mehr dazu.

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