
Was soll denn die Medienhatz auf Altkanzler Gerhard Schröder? Er tut, was er immer tat, seine Seele verkaufen, falls er überhaupt so ein Ding besitzen sollte. Ganz vorne mit dabei ist die BILD, neuerdings auch offiziell unter us-amerikanischer Flagge segelnd, ohne die der erste „Medienkanzler“ der Republik womöglich gar nicht ins Amt gekommen wäre. Allerdings ist noch kein hochrangiger Politiker so tief gesunken wie Schröder, der gar nicht abwarten konnte, endlich das große Geld zu verdienen, das ein Kanzler jedenfalls offiziell nicht einstecken kann. Ob er bereits vor seinem Abgang auf der Gehaltsliste von Gazprom stand, darüber lässt sich nur spekulieren, auf der Wunschliste der Anwerber befand er sich ganz sicher auf dem ersten Platz. Der Coup ist geglückt und Schröder als eine Art besserer Putinsprecher mutiert.
Was wäre seinerzeit und auch heute noch gegen einen sauberen Gasdeal mit Russland einzuwenden gewesen? Nichts, denn die Fracking-Alternative aus den USA ist nicht nur teurer, sondern schafft genauso unbequeme Abhängigkeit. Nur bitte ohne geschmierte Politiker, wie Schröder oder die glitschige Küsten-Barbie, der so langsam der Lack abbröckelt. Aber hätte, hätte, Fußgelenkkette…
Schröder hat Hartz 4 verbrochen, ausgeheckt von einem später als kriminell enttarnten Manager und nach ihm benannt, womit er die Spaltung der SPD mit vorantrieb. Das werfen ihm seine Gegner bis heute vor und verschwiegen dabei dezent Lafontaines Beitrag, der auch nicht von schlechten Eltern war. Doch was er sich wirklich zu Schulden hat kommen lassen, war der erste Kriegseinsatz der Bundeswehr. „Völkerrechtswidrig“, wie er später zugab. Unfassbar, was der Sozialdemokrat dazu bemerkte.
In der Krim-Krise will Altkanzler Schröder Russlands Präsident Putin nicht verurteilen. Im Jugoslawien-Krieg habe er selbst gegen das Völkerrecht verstoßen.
Merkur: Schröder: Habe auch gegen Völkerrecht verstoßen
Danach hätten doch eigentlich die Handschellen klicken müssen, haben sie aber nicht. Bis heute läuft Schröder frei herum. Sein Vorgänger im Amt, Helmut Kohl hat es vorgemacht: „Beim Euro war ich ein Diktator.“ Sein schlimmeres Vergehen blieb ebenfalls ohne Folgen. Moskau hatte nämlich im Zuge der Verhandlungen um die „Wiedervereinigung“ Ostpreußen angeboten. Man muss kein völkischer Nationalist sein, um hier Verrat am deutschen Volk zu wittern. Es hat offenbar eine gewisse Tradition deutscher Kanzler, die sich nicht nur im angewiderten Wegwerfen von Nationalflaggen und Zitteranfällen äußert. Auch Scholz hatte seinerzeit gute Kontakte ins DDR-Regime und man darf gespannt sein, welchen Rechtsbruch er nach seiner aktiven Laufbahn schmunzelnd einräumt. Vielleicht aber auch nicht, bei allem hätte, hätte, könnte, müsste, sollte ist eines klar. Es wird nicht ewig so weiter gehen.


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7 Kommentare zu „Schröder hätte schon vor zwanzig Jahren in den Knast gehört“