Sahra Wagenknecht hadert mit fehlenden 11.000 Stimmen, die ihrer Partei BSW für den Bundestag gefehlt haben. Das ist zu kurz gedacht. Die Gründe für den Absturz von zuvor nahe zweistelligen Werten liegen in der Partei und nicht beim Wähler. Nach den jüngsten Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen hatte das BSW seine imposant zweistelligen Ergebnisse nicht in Einfluss auf die Regierungsprogramme umgemünzt. Die Koalitionsverhandlungen mussten teilweise aus Berlin übersteuert werden, weil sich Spitzenkandidatinnen des BSW mehr in den neuen Minister-Dienstwagen verliebt hatten als in das eigene Wahlprogramm. Eigene Kernpunkte wurden bei Abstimmungen im Plenum vom BSW sogar abgelehnt, weil sie von einer unliebsamen Partei vertreten wurden.
In Thüringen und Sachsen ist das BSW eingemeindet und von Selbstversorgern nicht zu unterscheiden
So gut wie nichts ist als BSW-Handschrift in den Regierungsprogrammen von Thüringen und Sachsen zu ersehen. Die Partei wurde platt gemacht mit der Daueraussage, ihre Ziele seien landespolitisch gar nicht durchzusetzen, weil dafür keine Kompetenz vorliege. Man wird den Eindruck nicht los, dass das BSW eine weitere Funktionärs-Versorgungsinstanz und damit verzichtbar ist. Dem Bundestagswähler ging es wohl ebenso.



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14 Kommentare zu „Machen Sie sich nichts vor, Frau Wagenknecht!“