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Kontenkündigung bei Kontrafunk: Volksbank Pirna kappt Meinungsfreiheit mit einem Federstrich

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Die Volksbank Pirna hat dem alternativen Radiosender Kontrafunk ohne jede Begründung das Konto gekündigt. Ein Brief, lapidar formuliert, ohne Erklärung, nur ein knapper Verweis auf einen Paragrafen: „Sehr geehrter Kontrafunk, wir lösen Ihr Konto auf.“ So einfach kann es gehen, wenn ein kritischer Sender ins Visier gerät.

Peter Hahne spricht im NIUS-Podcast von einem „unglaublichen Anschlag gegen die Presse- und Meinungsfreiheit“. Das Konto ist von heute auf morgen dicht – ohne Vorwarnung, ohne Begründung. Und die Bank? Versteckt sich hinter anonymen Unterschriften, „gekritzelt wie Kinder ein Kinderbild signieren würden“, wie Hahne spöttisch bemerkt.

Es geht hier nicht um einen Randkanal. Kontrafunk bietet ein breites Spektrum: Interviews mit Abgeordneten von CDU, CSU, AfD, Linken. Kritische Stimmen, wie sie in einer Demokratie selbstverständlich sein sollten. Doch wer nicht ins ideologische Raster passt, wird offenbar wirtschaftlich kaltgestellt. Hahne sagt es deutlich: „Über den Wirtschaftsplan wird die Meinungs- und Pressefreiheit kaputtgemacht.“

Besonders brisant: Es ist keine private Großbank, sondern die Volksbank, ein Institut, das aus der Genossenschaftsbewegung von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch hervorgegangen ist – gegründet im Geist von Freiheit und Selbstverantwortung. Hahne ist fassungslos: „Diese Gründungsväter drehen sich im Grabe um.“

Doch der Fall Kontrafunk ist kein Einzelfall. Die Liste kritischer Stimmen, denen Konten gekündigt wurden, wird länger: Reitschuster, Achse des Guten – und jetzt Kontrafunk. Hahnes Warnung ist klar: „Wehret den Anfängen.“

Video: ab 34:10

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