Ist der Journalist Henryk Broder völlig von der Rolle oder gibt er den alten Goethe?

In der Polylogie des laufenden politischen Schwachsinnes gibt es keine Ruhephasen. Immer, wenn man denkt, jetzt sei ein Fulminationspunkt (sic) erreicht und auf einen Durchhänger hofft, trifft einen der nächste Hammer. Man kann gar nicht so schnell einen der 5.000 deutschen Ukraine -Stahlhelme im Geiste überstülpen, wie die nächste Gehirngranate heranjault. Die Kriegsschäden drohen überall, nicht nur an der Schwarzmeefront. 

Die neueste Granate ballerte Herr Broder durchs geöffnete Wohnzimmerfenster – ein Weg, den niemand vermutete

Völlig unvermittelt trifft den kommunen Fernseher eine Blendgranate des Kalibers Broder, als er das „Welt“-Interview mit dem als kritisch eingeschätzten Journalisten einschaltet. Dessen vormals diskrete Lesebrille ist einem fronttauglichen schwarzen Nasenfahrrad der Lastenklasse gewichen und der Hörer traut seinen Ohren nicht, welches vormals große Kritikpotential ebenfalls von Broder entfleucht sein muss. Der gute Mann im statistisch besten Vorverscheidungsalter gibt Sachen von sich, die entweder nach dem Arzt rufen,  den Schauspieldirektor konsultieren oder gleich beide verständigen lassen. In bester Manier post chinesischer Hirnwaschung verlässt Broder seine früheren, kritischen  Einschätzungen zur Außenministerin Baerbock, lobt sie über den olivgrünen Klee, hält sie für eine bedeutende Strategin, bescheinigt ihr alles, was sie gerne hören würde und versteigt sich zur Adoration einer quasi einzigen Frau im Kabinett, die „die Hosen“ an habe. 

Der alternde Schauspieldirektor J.W. von Goethe (+1832) war vielleicht Broders Vorbild

Der beispiellose Kritikausfall des Herrn Broder lässt die zugezogenen Arzt und Schauspieldirektor fragen, ob so etwas vielleicht die gespielte Version eines Blitz-Alzheimers, passend zur Intention des russischen Blitzkrieges in der Ukraine, sein könne. Oder wir brauchen einen Literatursachverständigen, der den ähnlich alten Johann Wolfgang von Goethe präsentiert, wie er in völliger Altersverblendung einer hübschen Teenagerin noch einen Heiratsantrag überbringen lässt. Nach dessen Abschmetterung schrieb Goethe wenigstens  eines seiner berühmtesten Gedichte. Von Broder bleibt nur ein peinlich berührender Abspann.

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