Die Einladung von Hillary Clinton zur Münchner Sicherheitskonferenz ist nach Auffassung des AfD-Politikers Petr Bystron ein gezielter Affront gegen die Trump-Administration. Bystron erklärt in einer Mitteilung auf freie-deutsche-presse, Clinton stehe „seit Jahren für eine aggressive, interventionistische Außenpolitik“ und verweist auf den Libyen-Krieg sowie die fortgesetzten Einsätze im Irak und in Afghanistan während ihrer Amtszeit.
Gemeinsam mit dem früheren polnischen Verteidigungsminister Radoslaw Sikorski soll Clinton unter dem Titel „The West – West Divide“ auftreten. Bystron wertet das als Signal für eine Spaltung zwischen Europa und den USA. Sikorski hatte international Aufmerksamkeit erregt, nachdem er sich auf X bei der Biden-Regierung für den Anschlag auf Nord Stream bedankt hatte. Für Bystron unterminiert diese Konstellation „die Friedensbemühungen von Donald Trump“.
Der AfD-Politiker kritisiert zudem die Praxis, ehemalige Politiker ohne aktuelle demokratische Legitimation als „Experten“ einzuladen, während Vertreter wichtiger Staaten oder Oppositionsparteien nicht berücksichtigt würden. Das offenbare, so Bystron, den „Versuch der MSC, durch einseitigen Diskurs Einfluss auf die öffentliche Meinung sowie aktuelle politische Entscheidungsprozesse auszuüben“. Gerade in der angespannten Weltlage sei das „brandgefährlich“.
Auch die Entwicklung der Sicherheitskonferenz insgesamt sieht Bystron negativ. Seit der Abberufung von Prof. Horst Teltschik verliere die Veranstaltung „kontinuierlich an Bedeutung“. Aus einem einst wichtigen Forum kontroverser Debatten sei nach seiner Darstellung eine Plattform für „Kriegsbefürworter und Förderer des militärindustriellen Komplexes“ geworden.

