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Iran: Religionspolizei aufgelöst – die Mullahs vor dem Fall?

Kritiker sehen die vom Regime angekündigte Auflösung der Religionspolizei nur als kosmetische Korrektur. Die Proteste gehen weiter und erneut wurden mehrtägige Streiks ausgerufen. Denn das Kopftuchgebot ist nicht gefallen. Dennoch sieht die Frauenbewegung einen Teilsieg und ein erstes Einknicken des Regimes, das bisher noch alle Proteste brutal niedergeschlagen hat. Es soll sogar einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss geben – allerdings ohne Beteiligung von Vertretern der Protestgruppen.

Die Zahl der Toten während der aktuellen Protestwelle wird mit knapp unter 500 angegeben. Und es dürften noch mehr werden, denn die Proteste sind nicht alleine Sache der Religionspolizei. Und irgendwo müssen sie ja hin, die freigesetzten Frauenschläger, warum nicht einfach die Einheit wechseln und dasselbe tun wie zuvor? So sieht es jedenfalls aus.

Und dennoch. Erstmals hat das Regime Schwäche gezeigt und ein Eingeständnis gemacht, wenn auch nur zaghaft. Damit hat es sich selbst einen Teil seiner Legitimation abgesprochen. Wenn es im Zuge der weiteren Proteste zu ersten Reformen kommt, bröckelt das Machtfundament der Mullahs dahin.


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Kommentare

  1. Am Ende geht alles nach dem altbekannten Motto: Einen Schritt vor (in die vermeintlich richtige Richtung) und ZWEI ZURÜCK.

    Wir kennen das ja bspw. auch aus dem „hochdemokratischen“ Wertewesten.

    Am Ende ist alles eine Frage der Psychologie, von Psychomanipulation und Psychoterror.

    Fazit: Kann man nur hoffen, dass die persischen Mädels nicht ins Buntland flüchten, um dort dann von den Scharianetzwerken und der GRÜNEN PEST wieder unter die Kopfwindel gezwungen zu werden. verkauft als „Selbstbestimmung“ und „Freiheit“.

  2. Am Ende geht alles nach dem altbekannten Motto: Einen Schritt vor (in die vermeintlich richtige Richtung) und ZWEI ZURÜCK.

    Wir kennen das ja bspw. auch aus dem “hoch Demokratischen” Wertewesten.

    Genau so ist es, setze dem Volk eine Attrappe einer Ente vor, die watschelt und quakt und es glaubt, es sei eine Ente, setze dem Volk eine Attrappe als Parlament und eine Fahne vor, nenne es einen Staat, und es glaubt in einen souveränen Nationalstaat zu leben.

    1. Ich glaube nicht, dass „das Volk“ alles glaubt.
      Sehr viele blicken durch oder ahnen mindestens, dass ihnen was vorgegaukelt wird und bringen dies zum Beispiel durch passiven Widerstand, Witze und Ironie zum Ausdruck.
      Mir fällt dazu ein Vers ein, der in der DDR rum ging :

      „Keene Bretter für die Laube,
      für den Trabi keene Schraube
      und zum Scheissen keen Papier,
      doch Astronauten haben wir !“

      Ein Berliner Taxifahrer erzählte mir, dass der Amtssitz des Bundespräsidenten zu Zeiten des unseligen Merkel-Günstlings Wulff („Der ISlam gehört zu Deutschland“) von der Berliner Schnauze in Erinnerung an das Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ genannt wurde.

      Frage : Warum macht das Volk keinen Aufstand ?
      1. Manchmal macht es einen.
      2. Warum machen Sie, machst Du keinen Aufstand ?

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