Die Forderung nach einer digitalen Bildungs-ID für Schüler in Baden-Württemberg, wie sie der Grünen-Politiker Cem Özdemir laut News4Teachers erhebt, sorgt für Empörung. Özdemir will jeden Schüler mit einer Identifikationsnummer versehen, die dessen gesamte Bildungsbiographie transparent macht – angeblich, um Schulabbrüche zu verhindern. Doch was als „Frühwarnsystem“ verkauft wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein massiver Eingriff in die Privatsphäre und ein weiterer Schritt in Richtung totaler Überwachung.
Die Idee, jedes Kind von der Grundschule an mit einer digitalen ID auszustatten, die sämtliche Bildungsdaten speichert und zwischen Schulen oder sogar Bundesländern weitergereicht wird, klingt nach einem bürokratischen Albtraum. Özdemir argumentiert, so ließen sich Schüler, die „durchs Raster fallen“, besser im Blick behalten. Doch was er verschweigt: Die Einführung einer solchen ID macht Schüler zu gläsernen Wesen, deren Daten in einem System landen, das leicht missbraucht werden kann. Datenschutz? Fehlanzeige! Die Corona–Pandemie, in der Schüler angeblich „einfach weg“ waren, dient hier nur als Vorwand, um Kontrolle und Überwachung zu rechtfertigen. Statt echte bildungspolitische Probleme wie Lehrermangel, überforderte Schulen oder mangelnde Sprachförderung anzugehen, wird ein bürokratisches Monster geschaffen, das Kinder zu Nummern degradiert. Dr. Rainer Balzer von der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg bringt es auf den Punkt: „Die eigentlichen Probleme des Bildungssystems werden dadurch nicht gelöst. Hier gibt es genug Probleme. Da brauchen wir Özdemirs völlig übergriffigen Überwachungsfantasien nicht!“ .
Während Özdemir von „Bildungsgerechtigkeit“ spricht, bleibt die Frage: Wem nützt diese ID wirklich? Den Schülern, die ohnehin unter einem maroden Bildungssystem leiden, oder einer Politik, die Kontrolle über Transparenz stellt? Die Zahlen sprechen Bände: 7.500 Schulabbrecher allein im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg – ein Anstieg von 3,4 Prozent im Jahr 2014 auf 5,3 Prozent. Doch anstatt in Lehrer, Schulen oder Förderprogramme zu investieren, setzt Özdemir auf digitale Überwachung. Die Idee einer bundesweiten Schüler-ID, die sogar Umzüge über Ländergrenzen hinweg trackt, zeigt, wie weit die Grünen bereit sind, in die Privatsphäre einzugreifen. Der Kommentar eines Lesers bei News4Teachers fasst es treffend zusammen: „Anstatt die Bildungswege klar und transparent zu machen, sollen die Kinder transparent gemacht werden.“ Ein System, das Schüler wie Steuerzahler behandelt, löst keine Probleme – es schafft neue.

