Der teure Widersinn des Ukrainekrieges erweist sich, wie vorausgesagt. Das Land und seine europäischen Co-Kriegstreiber werden nach einem Telefonat zwischen Trump und Putin abseits des Verhandlungstisches und vor vollendete Tatsachen gestellt: Das Disengagement der USA und die ruinöse Vietnamisierung der „Verbündeten“ nehmen ihren Lauf. Wir sehen die bekannte Dramaturgie der US- Weltmacht, die 1,3-Millionen Soldaten unter Waffen hat und mit ihnen seit Jahrzehnten weltweit herumrochiert. Kurzer Rückblick: Die Amerikaner flogen und schifften jedes Jahr hochgerüstete Brigaden mit Panzern, Raketen und Zubehör an die russische Peripherie und verlegten Luft- und Seestreitkräfte in Richtung des Landes. Die Aufmärsche sollten – so eine deutsche Trampolingeschädigte – der „vertrauensvollen Zusammenarbeit“ dienen.
Im Gefolge weiterer Natobeitritte drückte die – von Milliarden-Dollar Bodenschätzen angelockte – Nato-Armada die Russen an die Wand. Wirtschaftsblockaden und die japanisch-südkoreanische Kriegsrüstung komplettierten die Einkreisung. Daraufhin erklärte der russische Präsident, es gehe für sein Land „um Alles“ und ließ Atomwaffen-Szenarien durchüben. Gleichzeitig marschierte Russland präventiv in die Ukraine ein, um seine Abschnürung von Schwarz- und Mittelmeer zu verhindern, so seine Sicht.
Der Einmarsch in die Ukraine war aus russischer Sicht ein Präventivschlag
Wenn Russland „Alles“ aufbietet, kann die Ukraine das Land nicht besiegen. Dafür ist es zu schwach und kann auch mit Nato-Fernwaffen nur die eigene Einäscherung katalysieren. Das war von Tag Eins des Krieges an klar, wurde warnend benannt und zeigt sich jetzt in voller Brutalität. Jeder, der dennoch den Krieg befeuerte und belieferte, muss sich anklagen lassen, Hunderttausende in den unnötigen Tod geschickt zu haben. Mit dem Bezahlen und Eskalieren des Krieges schwerpunktmäßig durch Deutschland (Beginn mit Helmen und nicht enden wollend mit Taurus-Fernraketen) wurde die Einbahnstraße in den Totalverlust eingeschlagen. Die US-Amerikaner erkennen sich in ähnlicher Situation wie zum Ende ihres katastrophal verlorenen Vietnamkrieges Ende der 1960-er Jahre.
Die USA übergeben den Krieg jetzt an Europa, so wie damals an das ruinierte Südvietnam
Damals gab es in Vietnam ausschließlich Verluste und keine Aussicht auf Besserung. Mit dem neuen Präsidenten Richard Nixon kam 1969 das, was wir jetzt mit Trump in Sachen der Ukraine sehen. Parole: Schluss mit dem Krieg!
Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ schreibt dazu:
„Der neue Präsident hieß (1969) Richard Nixon. Er hatte die Wahl mit dem Versprechen gewonnen, den Vietnamkrieg zu beenden. Im Juli 1969 verkündete er seine neue Doktrin: Vietnamisierung, das hieß Abzug der amerikanischen Truppen; die Südvietnamesen sollten übernehmen.“
Das Gleiche hören wir heute aus Trumps Washington: Die Europäer sollen übernehmen – das Trümmerfeld, die Billionen-Schäden, die Flüchtlingsmillionen, den Wiederaufbau, eine beispiellose Hochrüstung und am Besten noch das Ausgraben und Liefern der Bodenschätze an die USA zwecks Amortisierung ihrer Kriegslieferungen und -Kredite.
Fazit: So endet Politik, wenn ebenso unerfahrene wie größenwahnsinnige Leute am Werk sind, die glauben, mit Großmächten eine „Feministische Weltinnenpolitik“ – vulgo Kindergarten – betreiben zu können.


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21 Kommentare zu „Geschichte wiederholt sich: Jetzt werden WIR vietnamisiert“