Als gläubiger Christ, der das Leben als Geschenk Gottes betrachtet, sehe ich mit tiefer Sorge auf die Entwicklungen in Frankreich. Die jüngsten Entscheidungen der französischen Regierung, Abtreibung nicht nur zu legalisieren, sondern sie sogar als verfassungsmäßiges Recht zu verankern, sind ein offener Affront gegen die göttliche Ordnung. Was einst als christliches Land bekannt war, hat sich zu einem Staat gewandelt, der sich von Gott abgewandt hat – ein gottloses Frankreich, das den Schutz des ungeborenen Lebens zugunsten weltlicher Ideologien opfert. Und ich fürchte, dass Deutschland diesem gefährlichen Pfad bald folgen könnte – selbst unter einer vermeintlich konservativen Regierung.
Die Bibel ist unmissverständlich: Das Leben beginnt mit der Empfängnis und ist heilig. In Psalm 139,13-16 heißt es: „Denn du hast meine Nieren gebildet, du hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. […] Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war.“ Jede Abtreibung ist ein direkter Eingriff in Gottes Schöpfungsplan, ein Akt der Rebellion gegen den Schöpfer. Frankreichs Entscheidung, diesen Akt nicht nur zu tolerieren, sondern ihn als „Recht“ zu zementieren, zeigt, wie weit sich die Nation von ihren christlichen Wurzeln entfernt hat. Statt das Leben zu schützen, wird es zur Disposition des Menschen degradiert – eine Hybris, die Gott nicht ungestraft lässt.
Die Verfassungsänderung in Frankreich vom März 2024, die Abtreibung bis zur 14. Woche als garantiertes Recht festschreibt, ist kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt in die Dunkelheit des Heidentums. Was als „Freiheit der Frau“ gepriesen wird, ist in Wahrheit eine Lizenz zum Töten. Die französische Gesellschaft hat sich von der Wahrheit Gottes losgesagt und stattdessen einen Kult des Individualismus errichtet, in dem das Recht auf Bequemlichkeit über das Recht auf Leben gestellt wird. Die Folgen sind unvermeidlich: Ein Volk, das seine Kinder opfert, verliert seinen moralischen Kompass und damit Gottes Segen. Die steigenden Abtreibungszahlen – über 230.000 pro Jahr – sind ein stummer Schrei der verlorenen Seelen, die Frankreich vor Gott anklagen.
Deutschland steht an einem ähnlichen Scheideweg. Die Diskussionen um eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts, die Abschaffung des § 218 und die Forderungen nach einem „Recht auf Abtreibung“ gewinnen an Fahrt. Schon jetzt erlaubt die Rechtslage Abtreibungen unter bestimmten Bedingungen, doch die Richtung ist klar: Eine säkulare Elite drängt darauf, Gott endgültig aus dem öffentlichen Leben zu verbannen. Selbst die kommende Regierung unter Friedrich Merz und der CDU, die voraussichtlich mit den Sozialdemokraten koalieren wird, gibt wenig Hoffnung. Diese Koalition wird nicht einmal das umstrittene Selbstbestimmungsgesetz zurücknehmen, geschweige denn den Schutz des Lebens stärken. Stattdessen wird sie den Kurs der Entchristlichung fortsetzen, getrieben von einem Kompromiss mit Kräften, die den Glauben längst aufgegeben haben. Für den Lebensschutz sieht es düster aus, wenn selbst die sogenannten Konservativen die göttlichen Werte verraten.
Frankreich dient uns als Mahnung. Ein Land, das sich von Gott abwendet, wird nicht gedeihen. Die Bibel warnt uns in Sprüche 14,34: „Gerechtigkeit erhöht ein Volk, Sünde aber ist der Leute Schande.“ Deutschland muss diesen Irrweg vermeiden. Wir Christen sind aufgerufen, unsere Stimme zu erheben, für das Leben einzutreten und unsere Politiker an ihre Verantwortung vor Gott zu erinnern. Die Kirche darf nicht schweigen, während das Ungeborene geopfert wird. Wenn wir jetzt nicht handeln, droht auch Deutschland, in die Gottlosigkeit abzurutschen – ein Land, das seinen Schöpfer vergessen hat und dafür einen hohen Preis zahlen wird.
Möge Gott uns die Kraft geben, für das Leben zu kämpfen und unsere Nationen zur Umkehr zu führen, bevor es zu spät ist.


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13 Kommentare zu „Frankreichs Abstieg in die Gottlosigkeit – Ein Warnsignal für Deutschland“