Festnahme vor laufender Kamera: Bundeswehrsoldat soll Regierung bedroht haben

Das Video mit der Botschaft eines Gebirgsjägers kursierte durch die sozialen Netzwerke. Zunächst bestätigte das „Verteidigungsministerium“ nur, dass die Vorgänge geprüft würden. Inzwischen ist klar, es handelt sich tatsächlich um einen Soldaten der Bundeswehr. Die Festnahme wurde live gefilmt.

Hier eines der Videos mit der unmissverständlichen Botschaft des Oberfeldwebels. Es bleiben nur einige Fragen offen.

Was wollte Andreas O. mit der Aktion erreichen? Er musste doch damit rechnen, festgenommen zu werden. Hätte er wirklich mit Verbündeten einen Anschlag oder Umsturz geplant, wäre er damit wohl kaum an die Öffentlichkeit gegangen. Wer ein Ultimatum stellt, muss auch die Mittel haben, die Drohungen in die Tat umzusetzen. Das scheint hier wohl nicht der Fall zu sein.

Wurde der „Bewegung“ nicht eher Schaden zugefügt, weil Presse und Politik nun wieder die „Gewaltbereitschaft“ und das „Radikalisierungspotential“ von „Spaziergängern genüßlich ausschlachten?

Auch die Festnahme vor laufender Kamera ist fragwürdig. Wusste die Polizei nicht, wo sich der Gesuchte aufhielt? Musste man in der Öffentlichkeit nicht mit mehr Widerstand rechnen? Normalerweise bekommen „Reichsbürger“ und ähnliche „Terrorverdächtige“, bei denen man Waffenbesitz vermutet, Besuch von schwer bewaffneten SEKs. Diese Szene wirkt mehr als kurios. Eine fast höfliche Festnahme und ein Terrorverdächtiger, der keinerlei Schwierigkeiten macht. Was auch immer dahinter steckt. „Zu allem entschlossen“, wie Staatsfunk und Co. behaupten, sieht anders aus ..

Nachtrag:

Vor der Festnahme gaben Andreas O. und Oberst a.D. Maximilian E. eine Pressekonferenz. Hier ist das Video archiviert. Möge sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen.

Und es bleibt weiter mysteriös …

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3 Antworten zu „Festnahme vor laufender Kamera: Bundeswehrsoldat soll Regierung bedroht haben“

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