Experten fordern Stopp der digitalen Bildungspolitik und smartphone-freie Schulen

Ein Bündnis aus 75 Wissenschaftlern und Pädagogen fordert die neue Bundesregierung auf, die Digitalisierung im Bildungsbereich zu beenden und Schulen wieder zu analogen Lernorten zu machen. Die Unterzeichner des Appells, darunter Professor Ralf Lankau, Professor Klaus Zierer und der Neurowissenschaftler Manfred Spitzer, warnen vor den negativen Folgen der Frühdigitalisierung für Kinder. Sie kritisieren den zunehmenden Einfluss der Tech-Industrie auf Bildungskonzepte und fordern, Smartphones an Schulen zu verbieten. Die Digitalisierung habe weder zu besseren Lernergebnissen geführt noch das Bildungsniveau verbessert – im Gegenteil, sie verschlechtere Konzentration, Sozialverhalten und psychische Gesundheit von Schülern. Internationale Entwicklungen zeigen eine Kehrtwende: Länder wie Schweden, Finnland und Spanien schränken digitale Geräte in Schulen stark ein oder verbieten sie ganz. Deutschland müsse diesem Beispiel folgen.

Als Maßnahmen schlagen die Experten vor, Kitas und Grundschulen bildschirmfrei zu halten und den Einsatz digitaler Technik in höheren Klassen stark zu regulieren. Zudem sollten mehr Lehrer eingestellt, das analoge Lernen gefördert und Schulen von Tech-Konzernen unabhängig gemacht werden. Besonders betont wird die Bedeutung des direkten sozialen Lernens, da Kinder natürliche Erfahrungen und echte Interaktion für eine gesunde Entwicklung brauchen. Die Initiative fordert eine Bildungspolitik, die sich wieder an den Bedürfnissen der Schüler orientiert, anstatt wirtschaftliche Interessen der IT-Branche zu bedienen.

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