Das große Sommergespräch mit Herbert Kickl erreichte bis zu 747.000 Zuseher – doch was danach im ORF passierte, spottet jeder Beschreibung. In ZIP2 und beim Nachgespräch auf ORF3 wurde das Interview in einer Weise „analysiert“, die vor allem eines offenbarte: Fakten waren Nebensache, Hauptsache Stimmung gegen den FPÖ-Chef. Von frei erfundenen Zahlen bis hin zu grotesken Fehlinterpretationen reichte das Repertoire.
So fabulierte Petra Stuyber, stellvertretende Chefredakteurin des „Standard“, Kickl wolle Beamten eine „Nulllohnrunde“ verpassen und halte Lehrer nicht für Leistungsträger. Reine Erfindung – im Gespräch hat Kickl nie dergleichen gesagt. Ebenso grotesk ihre angebliche „40-Milliarden-Kürzung“, die sie ihm unterschob. Kickl sprach hingegen von Einsparungen in Höhe von 5 bis 6 Milliarden durch die Rückführung der Förderungen auf Vor-Corona-Niveau.
Auch auf ORF3 blamierte sich die Moderatorin, als sie Kickl 114.000 positive Asylanträge unterstellte – eine Zahl, die aus einer ganz anderen Regierungsperiode stammt. Peter Westenthaler musste mehrfach korrigieren, bis sie ihren eigenen Fehler einräumte.
Doch damit nicht genug: Fiskalratspräsident Christoph Badelt warf Kickl angeblich absurde Zahlen vor – nur um sich selbst zu verrennen. Wieder war es Westenthaler, der die echten Fakten parat hatte. Drei Milliarden für die Ukraine und Millionen an diverse Staaten sind nun einmal Realität.
Am Ende blieb der Eindruck, dass Kickl nicht sachlich, sondern mit allen Mitteln der Manipulation vorgeführt werden sollte. Westenthaler brachte es auf den Punkt: „Fünf gegen eins“. Genau das, was sich viele Zuseher schon lange denken – das „System ORF“ hat Angst und reagiert mit durchschaubaren Fake-News.

